Neues Plecher Heimatbuch erscheint am 29. Juli 2007

22.06.07: Sie brüten im Sitzungssaal des Rathauses über Formulierungen, wälzen im Duden um die neue Rechtschreibung anzuwenden und der Plecher Chronist Heinz Stark fragt in die Runde: „Schreiben wir Euro aus oder verwenden wir das €-Zeichen“? Die Rede ist vom Entstehen des neuen Plecher Heimatbuchs das am 29. Juli zur Abschlussfeier der Plecher Dorferneuerung unter dem Titel „Plech – Spuren einer Zeitreise“ der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll.
Unter der redaktionellen Leitung des Pegnitzer Gymnasiallehrers Walter Tausendpfund entsteht die Neuauflage des 1994 herausgegebenen und vergriffenen Heimatbuches „Plech – Aus der Geschichte eines alten Marktes“. Eigentlich wird es ein völlig neues Buch in größerem Format mit 152 Seiten, darunter 80 farbigen Seiten mit 120 Bildern an dem die Autoren Ernst Braun, Karlheinz Escher, Annelore Funk, Alois Kreuzer, Hermann Kaußler, Reinhold Meyer, Heribert Schwemmlein, Walter Tausendpfund, Heinz Stark und Peter Wenzel 15 Monate lang gearbeitet haben. Herausgeber des Buches, das in einer Auflage von 500 Stück von der Dresdner Firma Alinee Digitaldruck gedruckt wird, ist der Markt Plech. Wie Bürgermeister Karlheinz Escher erklärte, wird das Plecher Heimatbuch um die 15 Euro kosten. Das Buch widmet sich nicht nur der Geschichte von Plech, Ottenhof und Bernheck von der ersten urkundlichen Erwähnung Plechs durch die Urkunde Konradins im Jahre 1266 bis zum heutigen Tag, sondern ist auch ein Streifzug durch Flora und Fauna rund um Plech. Und es widmet sich den klimatischen Verhältnissen ebenso wie den Höhlendolinen, den Plecher Pfarrern seit 1564, Burgstall, Konradshof und der Altstraße Nürnberg – Eger. Außerdem der Entwicklung des Marktes vom 19. bis zum 21. Jahrhundert. Die Abhandlung „Plech nach dem Zweiten Weltkrieg“ stammt zum Beispiel aus der Feder von Bürgermeister Escher. Walter Tausendpfund beleuchtet unter anderem die Plecher Wirtschaftsgeschichte und im Buch sind auch Geschichten über echte Plecher Originale wie den Uhrmacher oder den vielbeschäftigten Baumeister Friedrich Prey enthalten. Die Kirchen kommen ebenso wie die Wasserversorgung die Schulgeschichte oder der Kindergarten vor. Annelore Funk hat sich mit den Plecher Sagen „Die pfiffige Bäuerin“, „Die Bullenhenker“ und „Die Schinkenpatscher“ beschäftigt. Ein Artikel von Heinz Stark beschreibt das Leben des amerikanischen Pioniers George Schramm der ebenso aus Plech stammt wie Leonhard Brunner der Opfer der französischen Revolution wurde. Auch die Verkehrsanbindung des Marktes wird genauso beschrieben wie die Geschichte der Vereine und Parteien sowie der Volkshochschule.

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