Museen in der Fränkischen Schweiz

Die Burg in Pottenstein mit Burgmuseum

Dass jeder größere Ort ein Heimatmuseum hat, muss kaum erwähnt werden.
Das zentrale Museum ist jedoch das Fränkische-Schweiz-Museum in Tüchersfeld, das nicht nur einen Überblick über Land und Leute gibt, sondern neben einer geologischen Abteilung auch wechselnde Sonderausstellungen bietet.
Darüber hinaus findet man für jedes Interessengebiet etwas: ob das Spielzeugmuseum in Gössweinstein, das Modellbahnmuseum in Muggendorf oder das Krügemuseum in Creußen. Und die umliegenden Städte haben dann noch wesentlich mehr zu bieten.
Bayreuth z.B. ein Brauerei- und ein Freimaurermuseum (und natürlich alles rund um Richard Wagner), in Kulmbach auf der Plassenburg gibt es ein Zinnfiguren-Museum und in Bamberg ein Diözesanmuseum mit dem Bamberger Domschatz und ein Naturkundemuseum. Das ist natürlich lange noch nicht alles, deshalb wird dieser Bereich nach und nach ausgebaut.

Die Gemeinde Baiersdorf in der Fränkischen Schweiz ist berühmt für sein Meerrettich-Museum. Es informiert mittels Texttafeln, Schaubildern, Exponaten und Filmen über die Geschichte, Anbau, Verarbeitung und Verwendung des schärfsten und gesündesten aller einheimischen Gewürze.

 

Das Anton-Buchner-Heimatmuseum Betzenstein in einer der kleinsten Städte Bayerns mit über 800-jähriger Geschichte. Das hübsche, mittelalterliche Ortsbild wird geprägt von vielen Fachwerkhäusern, der imposanten auf einem hohen Fels dominierenden Burg und zwei uralten Stadttoren mit Resten der alten Burgmauer.

Anlässlich des 25jährigen Bestehens der Streich- und Zupfinstrumentenmacherinnung Erlangen im Jahre 1979 wurde in zwei Räumen des Rathauses in Bubenreuth dieses kleine Museum eröffnet. Das Museum umfasst heute neben einer Sammlung von ca. 120 Streich- und Zupfinstrumenten, wie Geigen, Gitarren, Barocklauten, Celli, Gamben und Violinen von 1820 bis heute auch alte Werkzeuge und Maschinen zur Herstellung der Instrumente und des Zubehörs.

 

Im aufwändig renovierten Geburtshaus von Levi Strauss entführt Sie ein mehrfach preisgekröntes Museum in die Welt von Indigo und Denim. Es erzählt mit Hilfe modernster audiovisueller Technik die Geschichte von Levi, der Person und Levi’s, der Jeans.

Das Krügemuseum der Stadt Creußen ist seit 1950 in der Torwächterstube des Hinteren Tores stilvoll untergebracht. Es lohnt sich, die Stufen hinaufzusteigen, denn die dicken Sandsteinmauern beherbergen ein besonderes Schatzkästchen: ein Museum mit dem weltberühmten Creußener Steinzeug.

Das 1923 entstandene Museum wird seit 1992 von einem ehrenamtlichen Beirat betreut, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Museum zu modernisieren und die Präsentation der Objekte den museumspädagogischen Erkenntnissen unserer Zeit anzupassen.

 

Im Schloss Fantaisie, 5 Kilometer westlich von Bayreuth, befindet sich das von  der Bayerischen Schlösserverwaltung eingerichtete Gartenkunst-Museum Schloss Fantaisie, das erste Museum dieser Art in Deutschland.

Die Stadt Forchheim ist um ein neues Museum reicher: Nach der feierlichen Eröffnung ist das Erlebnismuseum Rote Mauer als weiterer Teil des Pfalzmuseums Forchheim für die Öffentlichkeit zugänglich.

Das Spielzeugmuseum Gößweinstein zeigt überwiegend Ausstellungsstücke bis in die 60er Jahre. Über drei Etagen verteilt soll ein möglichst umfassender Überblick über die gesamte Palette fränkischer Spielzeugproduktion gegeben werden. Das Tretauto, die Puppenküche, Eisenbahnen, Teddys, Blechspielzeug, Figuren, Dampfmaschinen und Metallbaukästen: all das gibt es zu sehen.

Nicht nur Rammensee Uhren kann man begutachten, auch andere Hersteller Uhren, sowie den Fortschritt der Mechanik aus 3. Jahrhunderten. Ein großes Rammensee-Werk wurde komplett in einen Turm installiert. Es treibt noch heute ein Ziffernblatt an und schlägt jede Viertelstunde.

 

Über die Brücke vom Künstlerstadl kommend, tritt der Besucher ins Heimatmuseum ein. Im Obergeschoss sind Museumsecken eingerichtet: eine Präsentation Bayerns zweitgrößter Skisammlung, eine alte Zahnarztpraxis, einen Friseursalon aus der vorletzten Jahrhundertwende sowie eine Werkstatt für das Korbflechten und ein altes Schneiderzimmer.

Eine 1993 sanierte Scheune zwischen Rathaus und Stadtpfarrkirche - in herrlichem historischen Ambiente gelegen - vom Wittauerhaus zugänglich, bietet Zeugnisse einer über 975 Jahre alten Stadtgeschichte mit alter Handwerkstradition.

Schwerpunkt der Sammlung ist die seltene Spur „S“, die bis Anfang der 60er Jahre in Nürnberg von der Firma BUB und in der ehemaligen DDR in Stadtilm/Thüringen gefertigt wurde. Mitunter ist diese Sammlung eine der umfangreichsten, die in Deutschland der Öffentlichkeit zugänglich ist.

Das Felix-Müller-Museum in Neunkirchen am Brand wurde im Sommer 2000 eingerichtet, in der Absicht, dem größten Künstler es Marktes eine würdige Erinnerungsstätte zu schaffen und sein Werk der Öffentlichkeit zu zeigen.

 

Das Fränkische Schweiz Museum in Tüchersfeld gehört mit seinen umfangreichen regionalen Sammlungen zu den sehenswertesten Museen Frankens. Es ist untergebracht im sogenannten Judenhof, einem Gebäudeensemble des 18. Jahrhunderts, das durch seine Lage unterhalb zweier steil aufragender, markanter Felstürme weltweit bekannt ist.

Die Burg Pottenstein, vermutlich eine Gründung des 10. Jahrhunderts zur Sicherung des Gebiets des Markgrafen von Schweinfurt nach Südosten, ist heute ein von privater Hand geführtes und bewohntes Museum, das vor- und frühgeschichtliche Objekte, eine Waffensammlung, Bücher und Briefe, und drei als Ensembles eingerichtete Schauräume präsentiert.

Ammoniten gehören zu den schönsten und bekanntesten Fossilien (Versteinerungen). Die Fundstellen in der Fränkischen Schweiz zählen zu den berühmtesten in Deutschland. Das Museum zeigt im ersten Raum Ammoniten aus der Jura-Zeit, 150 bis 200 Millionen Jahre alt. Die wichtigsten Fundstellen der Nördlichen Frankenalb werden vorgestellt.

 

Das eindrucksvolle Haus, in dem das Töpfermuseum untergebracht ist, war einst die Lateinschule von Thurnau. Gegründet im Jahre 1552, wurde die Schule in den Jahren 1598 und 1599 baulich erweitert und erhielt dabei ihre schöne Renaissance-Fassade. Der Bau enthielt zwei Klassenräume, eine Bibliothek mit ca. 3000 Bänden und ein Amtszimmer sowie je eine Wohnung für den Rektor und den Konrektor.