Naturparkmaßnahmen Rund um die Teufelshöhle in der Fränkischen Schweiz

Das Umfeld der Teufelshöhle soll attraktiver, soll schöner werden und soll vor allem die Gäste zu einem längeren Verweilen in herrlichster Natur einladen.

Das dies verwirklicht werden kann geht nur mit Fördermitteln der EU und des Freistaates Bayern über Maßnahmen des Naturparks Fränkische Schweiz/Veldensteiner Forst die in diesem Jahr mit einem Kostenvolumen von insgesamt 30 000 Euro schon einmal begonnen
werden konnten.

Bei einem Gespräch im Terrassencafe der Teufelshöhle informierte Bürgermeister und Zweckverbandsvorsitzender Stefan Frühbeißer welche Maßnahmen eines nur schrittweise umsetzbaren Gesamtpakets bereits abgeschlossen sind und welche in nächster Zeit noch folgen sollen. Bereits freigelegt ist der Berg oberhalb der Teufelshöhle sowie das kleine Teufelsloch. Neue Geländer und ein frisch angelegter Weg zieren zudem den Ausgangsbereich der Teufelshöhle in deren Umfeld im nächsten Jahr - rechtzeitig zu Beginn der neuen Saison an Ostern 2006 - insgesamt 12 neue Infotafeln zu Wissenswertem über Fauna, Flora, Fledermäuse, Höhlengeologie, besonderen Pflanzen, das nahe Klumpertal, zu Hang- und Felsfreilegungen, aber auch als Hinweis zu den weiteren 13 Attraktionen entlang der Pottensteiner Erlebnismeile aufgestellt werden sollen. Kosten insgesamt für diesen Abschnitt 15 000 Euro die sich die Stadt und die EU teilen. Der Freistaat Bayern hingegen fördert den inzwischen ebenso komplett sanierten romantischen Wanderweg zwischen dem Terrassencafe der Teufelshöhle und dem Schöngrundsee.

Kosten für neue Geländer, Treppen und den neu angelegten Weg mit feinem Blauschotter ebenfalls rund 15 000 Euro. Drei Wochen hatten daran die drei Arbeiter des Naturpark-Bautrupps sowie Mitarbeiter des Stadtbauhofes gearbeitet. Schön wie stabil ist er geworden dieser Weg, der eines der schönsten Abschnitte des neuen Frankenweges ist, mit Ruheplätzen, und der geradezu in den Berg hinein gemeißelt scheint. Fördermittel gab es deshalb, weil es eine Generalsanierung gewesen ist, sagte Naturparkgeschäftsführer Wolfgang Geißner, der gleichzeitig beklagte, dass es keine Zuschüsse mehr für Nachpflegemaßnahmen oder Instandhaltungen gibt. „Was wird in ein paar Jahren sein wenn der Abschnitt des Frankenweges erneut gerichtet werden muss und wenn es dann keine Fördermittel mehr gibt“, so Geißner achselzuckend. „Denn dann bewerben wir etwas, was es gar nicht mehr gibt“, so Geißner. Dennoch sei der nun neue, rund 800 Meter lange Wanderweg als Fortführung des Weges durchs Klumpertal ein bisher „beispielloser Paradeabschnitt für den geschaffenen Frankenweg“, war sich Frühbeißer sicher.

Nicht mehr ganz neu, aber dennoch vor kurzem umfangreich saniert auch die WC-Anlage an der Teufelshöhle. „Das war lange überfällig“, so Frühbeißer, der schon von ersten Komplimenten der Besucher berichten konnte. Die neuen Wege, die Felsfreilegungen, das wertet den vorhandenen Standortfaktor „Natur“ eben enorm auf. Und durch die neuen Info-Tafeln, die dann nächstes Jahr an den Wegen stehen werden, erhofft man sich vor allem Synergieeffekte für die anderen Einrichtungen an der Erlebnismeile. Die sogenannten Koppelungseffekte sind hier noch gering, trotz Erlebnisticket mit dem eine Familie mit drei Kindern bis zu 50 Prozent der Kosten spart – nutzt sie alle Angebote aus. Wer da zum Beispiel mehr über die Geologie im Frankenjura erfahren will bekommt eben den Tipp auf einer Infotafel, das Fränkische Schweiz Museum in Tüchersfeld zu besuchen. „Der Gast will was wissen, will Wissen auch mit nachhause nehmen“, ist sich auch Tourist-Info-Chef Thomas Bernard sicher der eine der ersten Entwürfe der neuen Info-Tafeln vorstellte. Diese sind von Fachleuten geschrieben, jeweils zu den speziellen Themen, und auch reichlich bebildert. Für Frühbeißer ist der Arbeitstrupp des Naturparks von unschätzbarem Wert. Ohne diesen und die Zuschüsse gäbe es all diese Maßnahmen nicht. Er hoffte aber auch, dass entlang der Bundesstraße der Radweg im nächsten Jahr bis zur Teufelshöhle fertiggestellt werden kann. Dann soll auch der Hang mit schönen bizarren Felsen gegenüber der Teufelshöhle und der B 470 als weitere Naturparkmaßnahme wieder freigelegt werden.

Erste positive Reaktionen gibt es auch schon zum kürzlich erfolgen Anschluss Pottensteins an den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN).

Der neu sanierten Weg zwischen der Teufelshöhle und dem Schöngrundsee
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