Pfarrkirche St. Bartholomäus in Buttenheim

Pfarrkirche St. Bartholomäus in Buttenheim

Da der Bischof von Würzburg von Anfang an (832) das Patronat über die Pfarrei hatte, zudem die Pfarrkirche seit je einen großen Grundbesitz von mehr als 40 Tagwerk hatte, so gehört sie wahrscheinlich zu den vierzehn Slavenkirchen, welche Ende des 8. Jahrhunderts auf Befehl Kaiser Karls des Großen vom Würzburger Bischof im Radenzgau erbaut worden sind. Ihr Patron ist der hl. Apostel Bartholomäus.
Die Kirchen waren anfangs aus Holz gebaut, sicher auch die Pfarrkirche Buttenheim mitten in den Wäldern links und rechts der Regnitz. Die hölzerne Kirche wurde später durch eine Steinerne ersetzt.
Sie lag auf einem Hügel, der besonders gegen Süden abfällt. Turm und Mauer legten um Kirche und Kirchhof schirmend einen Schutzgürtel. Diese wehrhafte Ausstattung ist bei fränkischen Dorfkirchen häufig. Die bewaffnete Dorfmannschaft kam hier zusammen. Ein Graben ging nicht um die Kirche. Die heutige Kirchhofmauer und die steinerne Freitreppe lassen heute noch die ehemalige wehrhafte Lage des Gotteshauses erkennen.
Im Jahr 1754 wurde mit dem Kirchenneubau neben dem bereits bestehenden Turm des Vorgängerbaus begonnen. Die Pläne des Baues fertigte der Bamberger Baumeister Michael Küchel, ein Schüler Balthasar Neumanns. Seit der Fertigstellung im Jahr 1757 glänzt die Kirche im Stil des Hochbarock.
Vor allem die Fassade mit der Balustrade und der Freitreppe bilden den städtebaulichen Mittelpunkt Buttenheims.
Eine besondere Sehenswürdigkeit bilden die Grabplatten der Reichsfreiherren von Stiebar, die der Riemenschneider Schule zugeschrieben werden.
Die Kirchweih wird in Buttenheim alljährlich um den 24. August gefeiert.

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