Gartenkunstmuseum

Schloss Fantaisie mit Gartenkunstmuseum.

Im Schloss Fantaisie, 5 Kilometer westlich von Bayreuth, befindet sich das von  der Bayerischen Schlösserverwaltung eingerichtete Gartenkunst-Museum Schloss Fantaisie, das erste Museum dieser Art in Deutschland. Ausgehend von zentralen Themen der Gartenkunst vermittelt es ein abwechslungsreiches und vielschichtiges Bild der deutschn Gartengeschichte. Dabei stehen vor allem die süddeutschen Gärten des 18. und 19. Jahrhunderts im Mittelpunkt.
Skulpturen, Gemälde und Grafiken, Gartenpläne und -bücher, Gartenwerkzeuge und Modelle vermitteln anschaulich die verschiedenen Aspekte der Gartenkunst. Einzigartige historische Dokumente, darunter Stiche und Aquarelle, vergegenwärtigen die Geschichte von Schloss und Park Fantaisie.
Der weiße Saal mit seiner reichen Stuckdekoration und die Nachbildung des bekannten Spindler-Kabinetts sind in das Museum integriert.
Park Fantaisie, der drei bedeutenden Stilphasen der deutschen Gartenkunst vereint, ist in das Museumskonzept einbezogen. Die Gartenszenen des 18.Jahrhunderts, etwa der Neptunbrunnen und die unlängst rekonstruierten Heckenräume am Schloss, stehen in einem reizvollen Kontrast zu den landschaftlich gestalteten Parkräumen des 19.Jahrhunderts mit ihren alten Gehölzberständen. Ein Spaziergang durch den Garten mit seinen zahlreichen Parkbauten und Denkmälern rundet den Besuch zu einem eindrucksvollen Erlebnis ab.

Schloss und Park Fantaisie sind die Schöpfung von Herzogin Elisabeth Friederike Sophie (1732-1780). Sie war die Tochter der kunstsinnigen Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth, der Lieblingsschwester Friedrichs des Großen. Bereits in jungen Jahren wurde Friederike mit Herzog Carl Eugen von Württemberg verheiratet. Als Ihre Ehe nur wenige Jahre später scheiterte, kehrte sie von Stuttgart nach Bayreuth zurück und schuf sich mit der Fantaisie ein Refugium nach ihren eigenen Vorstellungen. Hier lebte Sie den Sommer über mit ihrem Hofstaat und ihren Gästen. Die Gartenfeste der Hezogin waren weit über die Grenzen Bayreuths hinaus berühmt.

Der Rokoko-Garten der Elisabeth Friedrike Sophie wurde in der nachfolgenden Zeit kaum verändert, sondern behutsam ergänzt und vergrößert. Am nachhaltigsten prägte der spätere Besitzer Herzog Alexander von Württemberg (1804-1881) die Gestaltung und das Gesicht der heutigen Anlage. Durch großzügige Ankäufe erweiterte er den regelmäßigen Schlossgarten zu einem weiträumigen Landschaftspark. Die historisch gewachsene, stimmungsvolle Gartenanlage vereint damit in einzigartiger Weise verschiedene Stilphasen zu einem Gartenkunstwerk von herausragender Bedeutung.

Kontakt:
Schloss- und Gartenverwaltung Bayreuth
Schloss Fantaisie
Bamberger Straße 3
95488 Eckersdorf-Donndorf
Tel.: 0921-73140011
Fax: 0921-73140015

Statue im Schloßgarten Fantaisie.
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