Burg Egloffstein

Die Burg Egloffstein, Stammsitz der Grafen von und zu Egloffstein, liegt einmalig schön auf einer, das Trubachtal um 100 m überragenden Felsspitze, über dem terrassenförmig ansteigenden Ort. Nähert man sich der Burg jedoch von Egloffsteinerhüll, stellt man fest daß sie wesentlich niedriger als die Jurahochfläche liegt. Der Name Egloffstein läßt auf einen Gründer Egilolf schließen, an den auch die Egilolfstraße in Burgnähe erinnert, und den die Legende im 9. Jahrhundert annimmt. 1180 wird ein Henricus de Hegelofvesten erwähnt, 1358 die Stiftung einer Burgkaplanei. Die Burg wurde häufig zerstört und war nach dem 30jährigen Krieg wesentlich verkleinert. 1750 entstand an der Stelle der alten Schloßkapelle die jetzige evangelische Pfarrkirche St. Bartholomäus. Im Giebelfeld des Portals das Egloffsteinsche Wappen. Das Deckengemälde zeigt die Opferung Isaaks. Der Kanzelaltar wird flankiert von Moses und Aaron. Erwähnt sei noch eine bedeutende Künstlerin aus diesem Geschlecht, Julie Gräfin von und zu Egloffstein, die sich als Malerin einen Namen machte. 1816 kam sie nach Weimar, wo ihre Tante, die Oberkammerherrin Caroline von und zu Egloffstein, geborene von Aufseß von Schloß Heckenhof, Bis 1829 lebte sie in Weimar und genoß die enge Freundschaft und Verehrung Goethes. Später kam sie nach München und erhielt zahlreiche Aufträge aus fürstlichen Kreisen. Sie malte auch König Ludwig I. von Bayern und die Königin Therese.

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