Marktplatz mit Kirche St. Peter und Paul

 

Im Hintergrund das Schloss, im Vordergrund der Dorfbrunnen. Die Bezeichnung Marktplatz für den Platz um die Kirche entspricht alter Überlieferung. Obwohl Ermreuth nicht das Marktrecht hatte, dürften hier früher doch kleine Märkte abgehalten worden sein.
Die Kirche wird als Kapelle erstmals 1358 durch Stiftung einer Frühmesse erwähnt, sie dürfte als Schlosskapelle jedoch schon älter sein. Aus dieser frühen Zeit stammt noch das untere Stockwerk des Turmes mit dem goti­schen Sakristeieingang. Der Taufstein wird als das älteste Kunstwerk ange­sehen (14. Jahrhundert). Die Stifter der spätgotischen Plastiken dürften die Herren von Muffel gewesen sein. Unter den Herren von Künßberg ist um 1680 die Kirche in ihrer heutigen Form entstanden. Die älteste Glocke ist mit 1658 datiert. Aus dieser Zeit stammt wohl auch das Kruzifix im Chor­bogen. Vom spätgotischen Altar, der in einer Nürnberger Werkstatt ange­fertigt wurde, sind noch die beiden Apostel im Chor und acht kleine Plasti­ken (nun in der Kanzel) erhalten. Auch Petrus und Paulus im jetzigen Altar dürften aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts stammen. Ende des 17. Jahrhunderts wurden Altar und Kanzel erneuert. Es handelt sich um sel­tene Beispiele des fränkischen protestantischen Bauernbarocks. Die jewei­ligen Schlossherren hatten auch das Patronatsrecht inne.

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