Kaiserpfalz in Forchheim

Die Kaiserpfalz in Forchheim.

Die sogenannte Kaiserpfalz, eigentlich ein Schloss der Bamberger Bischöfe, wurde zwischen 1350 und 1400 erbaut. Aufgrund seiner Wandgemälde, die aus dem 14. Jh. stammen und die ältesten in Franken darstellen, ist die Kaiserpfalz weit über die Grenzen Forchheims hinaus bekannt. Seit 1911 ist in einem Teil der Anlage das Pfalzmuseum untergebracht. In den nächsten Jahren soll das Gebäude zur Kulturpfalz ausgebaut werden sowie neue Museen und neue Möglichkeiten für eine intensivere kulturelle Nutzung geschaffen werden. Die Kaiserpfalz ist Mitglied der Burgenstrasse, die im Jahre 1954 ins Leben gerufen wurde und heute zu den bekanntesten und traditionsreichsten Touristikstrassen zählt. Seit 1995 ist auch Forchheim mit dem Fürstbischöflichen Schloss Mitglied. Liebliche Landschaften und romantische Burgen und Schlösser, interessante Museen und gemütliche Weinlokale begleiten den Reisenden auf der Strecke von Mannheim bis Prag.

Im frühen Mittelalter, als der König bzw. der Kaiser noch über keine festen Residenzen verfügten, waren Pfalzen über das ganze Land verteilt. Der König samt Gefolge reiste von Pfalz zu Pfalz, erledigte dort seine Amtsgeschäfte und ließ sich versorgen. Solch eine Anlage ist auch für Forchheim urkundlich belegt, aber Standort und Aussehen sind bis heute unbekannt.

Kaiserpfalz mit Renaissance-Fachwerk-Vorbau, wird heute als einer der wichtigsten Profanbauten der Hochgotik in Franken, ja in Deutschland bezeichnet.

Bis weit in unsere Tage glaubte man, die Pfalzanlage hätte sich an der Stelle des späteren Bischofsschlosses befunden. Grabungen konnten diese These allerdings nicht belegen.

Das einstige Bischofsschloss wurde Ende des 14. Jahrhunderts unter dem Bamberger Fürstbischof Lambert von Brunn erbaut. Es bestand ursprünglich nur aus dem Hauptbau (der östliche Teil, in dem sich heute das Pfalzmuseum befindet) und war ringsum von einem Wassergraben umgeben. Mitte des 16.Jh. wurden Teile des Grabens zugeschüttet und darauf West-, Nord- und Südflügel errichtet. Es entstand so eine vierflügelige Anlage um einen Innenhof.

Das Forchheimer Schloß diente den Bamberger Bischöfen als zweite Residenz zu Amts- und Repräsentationszwecken. In unruhigen Zeiten bot das Schloß dem obersten Landesherren Schutz und Zuflucht, denn mit den starken Befestigungsanlagen war die Stadt Forchheim das südlichste Bollwerk des Hochstiftes Bamberg.

Der Saal der Kaiserpfalz in Forchheim wird oft für Feste genutzt.
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