Wandern auf der “Via Imperialis” in Glashütten

Via Imperialis in Glashütten

Wandern auf einer mittelalterlichen Handelsstraße

Interessieren Sie die Reisegewohnheiten des Mittelalters? Möchten Sie den Nachklang von Leiterwagen, Pferdegeräuschen, Kaufleuten oder Überfällen von Räubern wahrnehmen? Wollen Sie sich mit Glaubens-, Territorial- oder Gerichtsgrenzen auseinandersetzen? Wollen Sie mehr über Begriffe wie Turmhügel, Grenzsteine, Hohlwege oder Bedeutung von Brücken wissen? Suchen Sie Spuren des Hans Thomas von Absberg? Oder wollen Sie einfach auf herrlichen Wald- und Flurwegen durch unberührte Natur wandern?
Dann sollten Sie auf der Via Imperialis eine Wanderung in die Vergangenheit unternehmen.

Zwischen Plankenfels und Muthmannsreuth im westlichen Landkreis Bayreuth führt eine der ehemals bedeuteten mittelalterlichen Handelsstraßen. Die Via Imperialis verläuft 13,5 km durch die Landschaft entlang des Tafelbergs Neubürg. Der Weg war früher ein Abschnitt der West-Ost-Verbindung, der weiter bis nach Prag verlief. Er diente Handwerkern, Kaufleuten, Kriegsheeren und Pilgern und gewann so früh an überregionaler Verkehrsbedeutung. 

Historischen Aufzeichnungen zu Folge gab es die Handelsroute bereits vor 1359. Der Name Via Imperalis stammt übrigens nicht von den Römern, sondern ist der Amtssprache entnommen. Heute führt der Weg durch Wälder und an Feldern vorbei. Um stärker in die Geschichte einzutauchen kann der Besucher sich anhand von Schautafeln die Begriffe wie Altenhimmel, Galgen, Geleitsstraße, Hohlweg, Luchsenbruck, Neubürg, Turmhügel und Zoggenbrunnen erklären lassen. Die Tafeln säumen den Weg und sind in Abständen von 1 bis 3 km aufgestellt. 

Nach ca. 5 km gelangt man zum Tafelberg Neubürg. Der NaturKunstRaum bietet neben zahlreichen Skulpturen einen weiten Ausblick auf die umliegenden Gemeinden der Fränkischen Schweiz und die Ausläufer des Fichtelgebirges.

Familien mit Kindern wird empfohlen nur einen Teil der Strecke zu laufen. Dazu bieten sich die Parkplätze auf der Strecke an.

Quelle: Roland Kaniewski (2015)

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Via Imperialis in Glashütten
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