Der Kreislehrgarten der Gemeinde Glashütten

1. Entstehungsgeschichte
Im Jahre 1988 beschloss der Kreisverband der Vereine für Gartenbau und Landschaftspflege Bayreuth einen Lehrgarten für die Allgemeinheit zu schaffen. In Glashütten fand man den idealen Platz dafür. Ein 5.000 Quadratmeter großes Grundstück wurde von der Gemeinde kostenlos zur Verfügung gestellt. Mitten im Landkreis und klimatisch günstig gelegen, entstand so die in Oberfranken einmalige Einrichtung. Mit Volksschule und Mehrzweckhalle in direkter Nachbarschaft war auch die nötige Infrastruktur bereits vorhanden.

Vielen ehrenamtlichen Helfern der im Landkreis ansässigen Gartenbauvereine ist es zu verdanken, dass der Kreislehrgarten vom ersten Spatenstich im Oktober 1990 an in seiner jetzigen Form aufgebaut werden konnte. Unter anderem wurde ein Nutzgarten, eine Natursteinmauer, einige Hecken, ein Teich mit Verlandungszone und eine Streuobstwiese angelegt. Bei der Einweihungsfeier am 19.Juni 1993 wurde der Kreislehrgarten in Glashütten dann den Landkreisbürgern offiziell übergeben.

2. Konzept
Der Kreislehrgarten ist kein Botanischer Garten mit bunten Blumenrabatten und exotischen Pflanzen. Er ist jederzeit zugänglich und verfolgt ein ganz anderes Ziel als klassische Gartenanlagen.
Diente der Kreislehrgarten bisher in erster Linie dazu, Anregungen für eine ökologisch orientierte Gartennutzung zu geben, soll das Potenzial des Gartens künftig auch für die Umwelterziehung eingesetzt werden.

Als "Klassenzimmer im Freien" bietet der Kreislehrgarten auf engstem Raum alle wesentlichen landschaftsbestimmenden Elemente der Umgebung wie Hecke, Teich und Blumenwiese. Intakte Ökosysteme oder Biotope und deren Funktion im Naturhaushalt können hier erlebt und erforscht werden. Weiterhin soll der Kreislehrgarten allen Interessierten – ob groß oder klein – Anregungen für naturnahes Gärtnern, z.B. durch Einbindung verschiedener Biotope wie Trockenmauer oder Kleingewässer, im heimischen Nutz- und Ziergarten geben.

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