Radwege - Wanderwege Leutenbach

Leutenbach am Fuße des Walberlas ist nicht nur zur Zeit des traditionell am ersten Maiwochenende stattfindenden Walberlafestes ein beliebtes Ausflugs- und Wanderziel. Die verschiedenen Gemeindeteile Mittelehrenbach, Dietzhof, Leutenbach, Ortspitz, Oberehrenbach (und Seidmar) laden zu verschiedensten Rundgängen und Besichtigungen ein.

Im Folgenden wird ein Rundweg durch die oben genannten Orte in dieser Chronologie vorgestellt:

Der Rundgang beginnt im Bergdorf Regensberg, zugehörig zur Gemeinde Weingarts; mit einer mittelalterlichen Burg, die jedoch nur noch mit Stützmauerresten erhalten ist. Darüber hinaus ist die westlich von der Burg gelegene katholische Filialkirche Sankt Margaretha mit den Kirchenschätzen aus dem 14. und 17. Jahrhundert sehenswert. Nun geht es am Berggasthof Hötzelein vorbei bergab in den Mischwald hinein. Nach einem leichten Anstieg, der mit einem herrlichen Ausblick auf Oberehrenbach belohnt wird, dreht man links ab und man läuft gerade aus weiter hinab ins Dorf Mittelehrenbach.
Hier folgt man weiter dem Rotstrich und nach einer leichten Links-Rechts-Kurve spaziert man an einer Sraßenleuchte mit Rotstrich am Schulzentrum vorbei Richtung Ortsmitte. Im Ortskern geht es am Obstmarkt vorbei und weiter dem Wegweiser "Walberla" folgend. Nach dem gusseisernen Dorfbrunnen, der zur Osterzeit prächtig geschmückt wird, schwenkt man links ab und folgt dem Sträßlein (30 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit – Schwerlastverkehr verboten!), das Mittelehrenbach und Leutenbach verbindet. An einer kleinen Feldkapelle zweigt ein Weg durch blühende Kirschfluren hinunter nach Dietzhof ab.
In Dietzhof, welches ein bischöfliches Lehen und Rittergut derer von Wiesenthau war, geht es an der Brauerei-Gaststätte Alt vorbei zur Dorfhauptstraße und hier mit Rechtsdrall weiter Richtung Leutenbach. Sie folgen dem Wegweiser "Zur Walburgiskapelle 60 Minuten" und dem Rotstrich zum Wanderparkplatz. Hier ist ein Überblick über die Rundwanderwege Ehrenbürg-Schlaifhausen möglich. Dem Rotstrich folgend geht es nun vom Parkplatz 150 Höhenmeter stetig hoch bis zum Gipfel. Der Ausblick entschädigt jedoch für alle Strapazen: Die Dachlandschaften von Schlaifhausen, Wiesenthau und Forchheim werden umrahmt von blühenden Kirschbäumen und Schlehenhecken. Nun laufen sie der rotweißen Markierung folgend vom Südosthang des Walberla-Nordgipfels in Serpentinen bergab an zwei Felstürmen, den "Zwillingen" , vorbei. Nach kurzer Zeit geht der unebene Pfad in einen asphaltierten Weg über, der nach Leutenbach führt.
In Leutenbach angekommen spazieren wir am Dorfweiher, einem Backofen und der Pfarrkirche vorbei. Auf der Hauptstraße angekommen biegen wir nach rechts ab und laufen somit direkt auf das Gasthaus Drummer (Kennzeichen: alte Linde und Telefonhäuschen vor dem Gasthaus) auf der linken Seite liegend zu. Das gut gehopfte (13 Prozent Stammwürze) und leicht gespundene Bier vom Fass und in Tonkrügen serviert, lädt zu einer Rast ein. Von Dienstag bis Sonntag gibt es hier auch "Knöchle blau mit Kraut", "Bohnenkerne mit Räucherbauch und Klöß" und "Blaue Zipfel" für den Hunger zwischendurch. Gut gestärkt brechen wir nun in Richtung Sankt Moritzkapelle auf, immer dem Gelbstrich folgend. Wir gehen vom Gasthof aus die Mühlgasse hoch bis zu einer Weggabel (Sandstein-Kruzifix). Rechts ab und zur Egloffsteiner Bergstraße hoch. Nun geht es links ab ungefähr 300 Meter auf Asphalt. Nach einer kleinen Quelle am rechten Straßenrand folgen wir dem auffallendem Wegweiser "Über den Kreuzweg nach St. Moritz".
Bei der V. Station entbietet sich einem ein wunderschöner Ausblick auf das Walberla. Bei Station X steigen wir über Holztreppenstufen zur Bergstraße hinab.
Nach dem Überqueren dieser stehen wir direkt vor dem Brunnenhaus des heiligen Mauritius. Die vielen Stöckchen im übelriechenden Wasser vor der Statue erinnern an den Gebrauch des Brunnens als Orakelbrunnen. Kranke und Siechende standen vor dem Brunnenhäuschen und warfen ein kleines Stöckchen in den Brunnen und befragten somit das Orakel. Wenn das Stöckchen nicht unterging, dann war der Kranke bereits über den Berg, wenn es sank, dann hatte dem Kranken das letzte Stündchen geschlagen. Einen Katzensprung davon entfernt liegt die St. Moritz Kapelle, die im Innern wertvolle Holzplastiken und einen wunderschönen Hochaltar beherbergt. Lohnend ist auch ein Gang zu den Bachkaskaden unterhalb der Kapelle. Von hieraus geht es bergauf ins Bergdorf Ortspitz.
Die Dachsilhouette einiger Häuser ist bereits vom St. Moritz aus zu erkennen. Der schmale Weg endet im unteren Ortskern von Leutenbach. Mache auf der Dorfstraße einen Rechtsschwenk und ändere ca 50 Meter nach dem Ortsende deine Marschrichtung. Nun folgt ein Flurweg ohnegleichen: beiderseits begrenzt von blühenden Kirschgärten.
Nach einem guten Viertelstündchen auf diesem idyllischen Weg geht es nun an einer Feldwegekreuzung einen breiten Feldweg hinauf Richtung Oberehrenbach. Diesem Weg stetig steigend folgen, Richtung Süden. An einer Kirschbaumreihe vorbei, längs eines Waldrandes bis zu einem auffallenden Waldeck. Nunmehr nicht links weiter, sondern weiter genau im rechten Winkel 36 Schritte nach rechts und dann winkelgerecht abbiegen. Nach 100 Metern Querweg nun rechts abbiegen. Der Weg verlässt zunächst die südliche Marschrichtung (leicht irritierend), beschreibt einen kleinen Bogen, um später die richtige Himmelsrichtung wieder einzuschlagen. Immer der Mittagssonne nach (stets südlich!), bis du auf einen breiten, geschotterten Querweg stößt. Jetzt bitte rechts ab! Auf einer "verbundgepflasterten" großen Kehre geht es nun hinunter nach Oberehrenbach.
Nach diesem kleinen Orientierungslauf spazieren wir nun nach Oberehrenbach hinein, in die ursprünglich freieigene Gemeinde (keinem Fürsten untertan!). Quer durchs Dorf am Feuerwehrhaus, dem Gasthaus Hetzelein und dem schmucken Dorfbrunnen vorbei. Wir folgen dem Wegweiser "Regensberg" und laufen hoch zu einem Aussiedlerhof. Beim ersten Vorfahrtschild von der Fahrstraße links abschwenken. Unmittelbar am Hof vorbei und geradewegs steil bergauf ins Bergdorf. Wunderschöner Blick auf das Walberla und blühende Kirschbaummeere. Am "Zwetschgerstüble" vorbei hinunter zum Berggasthof. Auch hier ein faszinierender Ausblick auf die umliegen Häusersilhouetten von Weingarts und die Kämme des Hetzleser Berges.

Die Wanderstrecke umfasst ca. 18 Kilometer und ist als Ganztageswanderung einzustufen und eher etwas für erfahrene Wanderer.

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