Schloss Truppach

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Geruhsam eingebettet am Tor zur Fänkischen Schweiz liegt der Ort Truppach zwischen dem 516 m hohen Wachstein im Westen, dem Lehenberg im Süden und dem Marnstein im Nordwesten. Fast rundum wird das Truppachtal, genannt nach dem munteren Bach Truppach, der die Orte Truppach und Mengersdorf trennt, von bewaldeten Anhöhen geschützt. Wer den Ort Truppach besucht , wird zunächst von dem fast vergessenen Truppacher Schloß begrüßt.
Die Burg / Schloss Truppach ist eine Wasserburg und ein heutiges Schloss im Ortsteil Truppach der Gemeinde Mistelgau im bayerischen Landkreis Bayreuth

Die Geschichte

Die Familie von Truppach ist bereits 1059 (als „de Trubaha“) beurkundet. Sie gilt als Gefolgsleute der Walpoten und aus ihr ging später eine niederadelige Schicht reichsfreier Ministerialen hervor. Im Landbuch des Amtes Bayreuth von 1499 sind für den kleinen Ort Truppach zwei Adelssitze genannt: Einer gehörte der Familie von Aufseß, der andere nachweislich seit 1380 der Familie von Truppach. Letzterer wurde wenig später aufgegeben und Klaus von Truppach zog nach Alladorf. Die Familie von Truppach zählte zur Reichsritterschaft und war im Ritterkanton Gebürg organisiert. Sie starb 1550 aus.

Weiter ist bekannt, dass bereits 1380 die Wasserburg zu Truppach, benannt nach dem Bach Truppach, im Besitz von Conrad dem Älteren zu Christanz aus dem Haus Groß von Trockau war.

Das Schicksalsjahr 1523

In der Mitte des 16. Jahrhunderts entführte der Raubritter Hans Thomas von Absberg Kaufleute aus Reichsstädten in Franken und Schwaben auf ihren Handelsreisen und verlangte ein hohes Lösegeld für ihre Freilassung. Um die wachsende Gefahr der Gefangennahme durch Truppen des Schwäbischen Bundes zu verringern, suchte er sich Verbündete, die ihn bei seinen Raubzügen unterstützten und bei Gefahr seine Gefangenen auf ihren Burgen versteckten. Auch Wolf Heinrich von Aufseß gehörte dazu. 1523 sandte der Bund seine Truppen aus, um insgesamt 23 Raubnester dem Erdboden gleichzumachen. Die Truppen des Bundes, die aus 10.000 Fußsoldaten und 1.000 Reitern bestanden, führten 100 Kanonen, 30 Büchsen und 900 Zentner Schwarzpulver als Bewaffnung mit sich. Am 4. Juli erreichten sie die Burg Truppach und sprengten sie, um die Rückkehr derer von Truppach zu verhindern.

Die Jahrhunderte danach

Mit Hilfe des Bischofs von Bamberg, der das Bauholz bewilligte, konnte die Burg wenig später wieder aufgebaut werden. Friedrich von Vietinghoff erwarb das Schloss im Jahre 1792 und ließ einige kleinere Änderungen vornehmen. 1830 fiel es der Familie von Aufseß in die Hände, die es allerdings schon zehn Jahre später an Johann Georg Brey weiterverkaufte. Über die weitere Geschichte des Schlosses ist nichts bekannt, da ein späterer Besitzer aus ungeklärten Gründen alle Aufzeichnungen verbrannte. Das Schloss befindet sich heute in Privatbesitz. Das Erdgeschoss ist modernisiert und wird bewohnt. Das Treppenhaus und der erste Stock sind noch weitgehend in originalem, aber unbewohnbarem Zustand; das Dachgeschoss ist teilrenoviert und ebenfalls unbewohnt..

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