Die Kirchen in Neudrossenfeld

Die Barrockkirche in Neudrossenfeld

Neudrossenfeld besitzt eine der schönsten Barockkirchen des Bayreuth-Kulmbacher Landes. Entwerfender Architekt und ausführender Handwerksmeister war der Schloss- und Stadtmaurermeister Johann Georg Hoffmann aus Kulmbach, der auch die Kirchen in Kulmbach (Spitalkirche 1737), Benk (1742), Trebgast (1742), Seibelsdorf (1745) und Nemmersdorf (1751) erbaute.

Geschichtlicher Überblick
Die große Drossenfelder Kirchengemeinde liegt zwischen den alten Urpfarreien Melkendorf und Bindlach. Früher hielt man Drosssenfeld für eine Tochterkirche von Melkendorf. Aber vermutlich wurde Drossenfeld im 12. Jahrhundert vom Bamberger Stift St. Jakob als eine eigenständige Kirche an dem alten Straßenknotenpunkt gegründet. Das St. Jacobs-Patrocinium und das hohe Alter der Langenstädter Filialkirche sprechen dafür.

25.6.1285
Erste urkundliche Erwähnung. Die Grafen von Orlamünde übertragen dem Kloster Langheim das Patrionatsrecht über die Patronialkirchen Culmnach und Drosenvelt.

25.4.1429
Der Landsherr Markgraf Friedrich I. erwirbt gegen Tausch das Patronatsrecht zurück.

1485
Auf dem alten Platz wird eine große Kirche mit 4 Altären erbaut, die Sankt Jakob dem Älteren (Schutzheiliger der Pilger und Reisenden) geweiht war.

1528
Pfarrer und Gemeinde werden evangelisch.

29.5.1753
Grundsteinlegung für die jetzige Kirche.

24.11.1753
Hebefeier.

9.10.1757
Einweihung des Gotteshauses.

1760
Turmbau und Abschluss des Gesamtbaues.

1957
Anschaffung von drei neuen Glocken (insgesamt sechs).

1958
Raumausstattung in der ursprünglichen Farbgebung.

Quelle:
Neudrossenfeld - Gegenwart und Vergangenheit
Hrsg. Gemeinde Neudrossenfeld, 1986

Das Deckengemälde in der Barrockkirche in Neudrossenfeld
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