Kirche St. Bartholomäus

Wir wissen, dass spätestens ab dem 14. Jahrhundert an der Südostseite der Burg, etwa an der Stelle, wo jetzt der Turm der Pfarrkirche ist, die Burgkapelle stand. Nach alten Beschreibungen war dieser offenbar recht kleine sakrale Bau auch anderen Aufgaben zugedacht, wenn es zum Beispiel heißt: es befand sich ein Schüttboden darinnen. Erst mit der Gründung der Kirchenstiftung im Jahre 1358 fand regelmäßig Gottesdienst statt. Ansonsten unterstand dieser Kirchdienst der Mutterpfarrei von Kirchehrenbach. Die Kapelle war, wie die Kirche von Kirchehrenbach, dem hl. Bartholomäus geweiht. Man entschied sich, die seinerzeitige Burgkapelle abzutragen und an ihrer Stelle nach Plänen des markgräflichen Bauinspektors Steingruber die heutige, neue, zu errichten. Am 5. Juni 1750 legte man den Grundstein, die Einweihung erfolgte am 11. Juni 1752.
Beachtenswert in dieser Kirche ist die Einheit: Altar - Kanzel - Kanzeldeckel sind übereinander angeordnet. Der Geistliche am Altar wirkt als Spender des Sakramentes, auf der Kanzel als Künder des Wortes Gottes in der Einheit des Heiligen Geistes. Auch die Loge des Patronatsherren befindet sich unmittelbar daneben. Links und rechts der Kanzel befinden sich zwei Holzfiguren, Mose und Aaron, von einem Bamberger Künstler vor 1750 aus einem Lindenstamm gefertigt. Auf der Kanzeldecke sitzen zwei Engel und ein Pelikan, der seine Jungen füttert, als Symbol für aufopfernde Fürsorge, somit als Zeichen für Christus. Über dem Eingangsportal ist das Wappen und eine Inschrift der Freiherrn von und zu Egloffstein angebracht, sowie die Jahreszahl 1750.
Die Kirche ist im Sommer bei schönem Wetter täglich geöffnet.
Gottesdienst ist an Sonn- und Feiertagen um 9.30 Uhr.

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