Ruine Streitburg

Copyright: Wikipedia - Alma; Das Foto zeit die Burgruine Streitburg in Streitberg vom Schauertaler Turm. Im Hintergrund Burgruine Neideck
Copyright: Wikipedia - Alma; Das Foto zeit die Burgruine Streitburg in Streitberg vom Schauertaler Turm. Im Hintergrund Burgruine Neideck

vor 1120 Erbauung der Burg
ab 1275 Eigentümer Geschlecht von Streitberg und die Schlüsselberger
ab 1508 Militärstützpunkt der Markgrafen von Kulmbach
1553 Zerstörung der Burg
1563 - 65 Gänzlicher Wiederaufbau
1632 Zerstörung im 30-jährigen Krieg
bis 1657 Wiederherstellung
1813 Bayern verkauft die Burg an Streitberg und Niederfellendorf zum Abbruch

Auf steilem Fels thronend überragt die Ruine der ehemaligen Streitburg majestätisch den Kurort. Wer glaubt, die Burg sei zerstört worden, muß sich eines besseren belehren lassen. Der letzte Bau, der um 1560 entstand, wurde, nachdem er zuletzt als Getreidelager diente und zum Teil verfiel, abgebrochen. Die Steine wurden von den Streitberger Einwohnern zum Hausbau verwendet.

Ein Teil der Wallmauern und das Burgtor mit dem Brandenburg-Kulmbachischen Wappen sind heute noch erhalten, ebenso das Burgverlies und die alten Kellergewölbe, die wahrscheinlich als Gefängnisse gedient haben mögen.

Wann und durch wen die Burg erbaut wurde, ist nicht genau zu ermitteln, vermutlich dürfte sie schon im frühen 11.Jahrhundert gestanden haben.

Die reichsten und mächtigsten Adelsgeschlechter der Fränkischen Schweiz waren damals die Freiherrn von Muggendorf und später die Reichsfreien von Schlüsselberg. Historisch steht fest, daß ab 1286 die Edlen von Schlüsselberg die Eigentümer der Burg waren, die in dieser Gegend 45 Schlösser und Burgen besaßen. Als im Jahre 1347 der letzte Schlüsselberger "Konrad" auf der Burg Neideck starb, kamen Burg und Güter an die Bischöfe von Bamberg und Würzburg.
Im Jahre 1507 wurde das Schloß dann mit allen dazugehörigen Gütern für 38348 Goldgulden an den Amtmann "Laineck" verkauft, der diesen Besitz ein Jahr später, 1508 an den Markgrafen Friedrich von Brandenburg-Kulmbach wieder veräußerte. Während im Bauernkrieg 1525 in Franken nicht weniger als 292 Schlösser zerstört wurden, blieb das Schloß Streitberg verschont.

Als der markgräfliche Pfleger der Streitburg, Cunz Schott, ein Raubritter allerschlimmster Art, die ganze Gegend in Schrecken versetzte, drohte im Jahre 1528 der Burg durch den Schwäbischen Bund die Zerstörung. Das große Unglück aber brachte der kriegslüsterne Markgraf Albrecht Alcibiades über die Streitburg. Als dieser ebenfalls im Frankenland wütete, drohten die Bischöfe von Bamberg und Würzburg als Vergeltungsschlag die Burg zu zerstören. Sie griffen die Streitburg noch 1553 an und brannten diese nach sechstägiger Belagerung nieder.

1563 wurde die Burg dann endlich wiedr aufgebaut, jedoch nicht mehr in der früheren Größe. Viele Jahrhunderte lang wurde bis zum Jahre 1690, dem Todesjahr des letzten Streitberger Ritters, die Burg von den Rittern der Streitberg, während des häufigen Wechsels der Besitzer, verwaltet. Nach den Rittern von Streitberg erhielt der Ort Streitberg auch seinen Namen.

Später war dann auf der Burg ein Rentenamt untergebracht und das Schloß wurde von einem Amtmann bewohnt. Als das Rentenamt (1862) nach Ebermannstadt verlegt wurde, dienten die Burgräume als Getreidemagazin. Als die Burg jedoch langsam zu verfallen drohte, wurde es im Jahre 1811 von der Gemeinde Streitberg gekauft.

Vor einigen Jahren wurde viel Geld aufgewendet, um die alten Mauerreste, besonders die Kellergewölbe, deren Außenwände einzustürzen drohten, zu befestigen.

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