Willkommen im Felsenstädtchen Tüchersfeld nahe Pottenstein im Herzen der Fränkischen Schweiz

Der kleine Ort Tüchersfeld im Püttlachtal wird von Felsen überragt, die gute Möglichkeiten zum Spazieren und Klettern bieten. Der "Judenhof", heute das Fänkische-Schweiz-Museum, zählt zu den beliebtesten Foto-Motiven der Fränkischen Schweiz. Kommen Sie und sehen Sie warum!

Riff und Lagune – Geologie im Zeitraffer
Erdgeschichte hautnah erleben in der romantischen Fränkischen Schweiz

Am anschaulichsten präsentieren sich dem Betrachter die drei landschaftsprägenden Elemente des Frankenjuras, eng eingeschnittene Täler, bizarre Felspartien und ausgedehnte Jurahöchflächen im zentralen Bereich der Fränkischen Schweiz, rund um das Felsenstädtchen Pottenstein. Dieses Gebiet ist seit Mitte 2004 wegen der Felsen rund um das Tüchersfelder Fränkische Schweiz Museum mit dem Prädikat "Bayerns schönste Geotope" ausgezeichnet worden. "Im Schatzkästlein deutscher Lande; liegt ein Fleck von besonderem Reiz; unser schönes Felsendörfchen; Tüchersfeld in der Fränkischen Schweiz." Dies ist der Anfang des Tüchersfelder Liedes das der bereits verstorbene Tüchersfelder Lorenz Zimmerer im Jahre 1955 geschrieben hatte und das noch heute in geselliger Runde gesungen wird. Seit dem Himmelfahrtstag 2004 ist das Felsendorf Tüchersfeld um einen "besonderen Reiz" reicher, zählt es doch nun als Nummer 29 mit seiner Felsburg zu den 100 schönsten Geotopen Bayerns. Dieses begehrte Gütesiegel wurde von Bayerns Umweltminister Dr. Werner Schnappauf verliehen. Damals herrschte strahlender Sonnenschein. Wie gemalt überragen die versteinerten Meeres-Riffe des einstigen Jurameers den Judenhof, in dem heute das Fränkische Schweiz Museum untergebracht ist. Kaiserwetter eben, bei dem einem das Herz aufgeht, sagte der Minister, der selbst zur Gütesiegel-Verleihung gekommen war. Damit zählt das markante Felsengebilde, ein versteinertes Riff aus der Jurazeit vor rund 150 Millionen Jahren, offiziell zu den schönsten Geotopen Bayerns. In Oberfranken zählen bisher mit der Felsburg Tüchersfeld der Diabasbruch bei Schwarzenbach am Wald (Landkreis Hof), der Oertel`sche Dachschieferbruch bei Ludwigstadt (Landkreis Kronach) und das Felsenlabyrinth Luisenburg im Landkreis Wunsiedel zu Bayerns schönsten Geotopen. Die historische Altstadt des Hauptortes Pottenstein liegt von den nun schönsten Geotopen Bayerns nur vier Kilometer weit weg in einem engen Talkessel des Püttlach- und Weihersbachtals, überragt von seinem Wahrzeichen, der über 1000-jährigen Burg Pottenstein auf einem markanten Dolomitmassiv. Durch zahlreiche Fels- und Hangfreistellungen in den zurückliegenden Jahren kommen gerade diese Partien wieder beeindruckend zur Geltung. Felsen, Höhlen, Karsterscheinungen und naturbelassene Talbereiche machen das Landschaftsbild der Region unverwechselbar. Daher verwundert es nicht, dass die Fränkische Schweiz, Bestandteil der Frankenalb (fränkisches Schichtstufenland) wohl eine der höchsten Geotopdichten Deutschlands aufweist. Die intakte Natur- und Kulturlandschaft lässt sich in mehrere Bereiche untergliedern, wobei den bekanntesten die zahlreichen Tropfsteinhöhlen ausmachen. Die beliebteste Sehenswürdigkeit ist das Naturdenkmal Teufelshöhle mit über 150.000 Besuchern jährlich. Mit einer Besichtigungslänge von etwa 1,5 km (Führungsdauer ca. 45 min.) zeigt die Höhle in beeindruckender Weise die Ausdehnung unterirdischer Höhlensysteme der Frankenalb.  Viele weitere kleine Höhlen wie das Hasenloch, das Schwalbenloch oder das Kühloch können in der Regel gefahrlos selbst begangen werden – Höhlenabenteuer nicht nur für Kinder!
Das "Gegenstück" zur unterirdischen Karstwelt sind die markanten Aussichtspunkte rund um Pottenstein, wovon besonders die Hohe Leite bei Haßlach, die Hohenmirsberger Platte oder die Burgruine Leienfels zu nennen sind. Fernblicke bis zu 200 km sind je nach Witterung möglich. Der Burgberg Pottenstein oder die Felsnadel des Weihersbacher Männchens wurden in den zurückliegenden Jahren durch Förderung des Naturparks Fränkische Schweiz/Veldensteiner Forst (übrigens flächenmäßig einem der größten Naturparke in ganz Deutschland) großflächig im Rahmen der Fels- und Hangfreilegungsmaßnahmen freigelegt. Dabei wurde den Naturschutzbelangen und der Erhaltung der Felsflora und Felsfauna in erster Linie Rechnung getragen. Der Geotopschutz steht also im Vordergrund. Dass sich die Felspartien hervorragend für den Klettersport eignen, liegt auf der Hand. Die Fränkische Schweiz gilt mit über 6000 Kletterrouten als eines der größten Klettergebiete Europas. Um die Interessen der verschiedensten Naturgenießer zu wahren und den Belangen des Naturschutzes gerecht zu werden, sind seit 2001 flächendeckend Kletterkonzeptionen (Kletterzonierungen) in Arbeit. Im Bereich Pottenstein wurde das Kletterkonzept 2003 umgesetzt. Allein an 50 Felsmassiven rund um das Städtchen finden sich über 200 einzelne Routen, von leicht bis extrem. Das bekannteste Klettergebiet der Region ist die Bärenschlucht im unteren Püttlachtal nahe des gleichnamigen Campingplatzes. Neben Aussichtspunkten und Hangpartien werden in zunehmender Weise auch die relativ unberührten, oft verkehrsfreien Täler der Region bei Erholungssuchenden immer beliebter. Der Landschaftsgarten Klumpertal oder das Wanderparadies oberes Püttlachtal sind die beiden bekanntesten. Ein weiteres Landschaftsbestandteil, das die Gegend ausmacht, sind die karstigen Trockenrasenhänge, etwa die Wachholderheide in Haselbrunn oder das Naturschutzgebiet Hohe Leite nördlich von Haßlach. Touristisch gesehen macht sich die Region seit geraumer Zeit ihre Einzigartigkeit der Landschaft zu Nutze. Freizeiteinrichtungen wie das Felsenbad Pottenstein, eines der ersten Naturbäder Deutschlands, oder ein Fossilklopfplatz an der Hohenmirsberger Platte erfreuen sich größter Beliebtheit und lassen Erdgeschichte hautnah spüren. Wer nimmt nicht gern einen selbstgefundenen und -präparierten Ammoniten als Andenken mit nach Hause? Den Besuchern bleibt angesichts der enormen Geotopdichte und der abwechslungsreichen Natur eigentlich nur die Möglichkeit, die besondere Natur- und Kulturlandschaft der Fränkischen Schweiz auf sich wirken zu lassen und mit offenen Augen kennen zu lernen. Für das leibliche Wohl (die Fränkische Schweiz wartet unter anderem mit der höchsten Brauereidichte der Welt auf) ist traditionell bestens gesorgt.

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