23.12.2014

von B° AG

(Quelle: Jasmin Dörr)

Landhaus Bergschloss

Ein lebendiges Stück Mistelbacher Geschichte. Stolze fast 300 Jahre steht das Landhaus Bergschloss bereits in der heutigen Bahnhofstrasse in Mistelbach.


Einst gehörte es zum Mistelbacher Schloss, war ein sogenanntes Gesindehaus. Im Laufe der Zeit wandelte sich dies zu einem landwirtschaftlichen Betrieb mit einer Bäckerei und Metzgerei sowie einer kleinen Gaststube. In den 1980 Jahren kam ein kleiner Hotelbetrieb dazu. Die knapp 300 Jahre über blieb das Haus in treuer Familienhand, wurde Generation zu Generation weitergegeben – wie auch heute noch.

Familie Hauenstein steht für Tradition und Moderne zugleich. Die Grundfesten des Hauses aus dem frühen 18. Jahrhundert stehen trutzig wie eh und je mit Stärken von bis zu zwei Metern auf massiven Fels. Die Fenster des Landhaus Bergschloss sind, ganz im Sinne der Baukunst jener Zeit, eher klein gehalten. Unterstrichen wird dieses rustikale Ambiente von der gediegenen Einrichtung und Holzschnitzarbeiten im Landhausstil.

Passend dazu präsentiert die Familie eine kleine Speisekarte mit traditioneller deutscher und fränkischer Küche im Wechsel der Jahreszeiten. Die dazu notwendigen Zutaten kommen überwiegend aus der Region. Das Wild wird hier in den heimischen Wäldern geschossen, Lamm und Zicklein kommen aus dem Nachbarort, die Forellen oder der Zander auf der Karte sind aus der Fränkischen Schweiz. Ergänzt wird das Speisenangebot von hausgemachten Kuchen, Torten und Desserts. Zuständig für die Küche ist Frau Hauenstein Senior, eine passionierte und talentierte Köchin, unterstützt von der Tochter Silke Hauenstein-Urhan. Diese ist 1994 nach den Ausbildungen zur Konditorin und Köchin, sowie einem anschließenden Studium zur Hotelbetriebswirtin mit in den Betrieb eingestiegen.

Eine Baustelle wurde zum Verhängnis
Trotz der hervorragenden Küche und dem historisch faszinierenden Bauwerk, hat das Landhaus Bergschloss zu kämpfen. Eine langwierige und komplizierte Baustelle kostete dem herzlichen Betrieb viele seiner langjährigen Gäste. „Vier Jahre wurde hier gebaut. Der Fels, auf dem das Haus steht und über dem eine Zufahrtsstraße geht, musste neu befestigt werden. Alles an Straßen rundherum wurde aufgerissen und neugebaut. Wir waren vollkommen von jeder Verkehrsanbindung abgeschnitten, unsere Parkplätze waren mit Baumaterial belegt. Unsere Gäste hätten über Baustellen oder durch die Gärten unserer Nachbarn wandern müssen,“ erklärt Frau Hauenstein. Dass Urlauber oder eine schicke Restaurant-Gesellschaft dazu nicht bereit waren, versteht die Familie vollkommen. Hinzu kam der unangenehme Baulärm morgens um 6.30 Uhr der die Gäste aus ihrem erholsamen Schlaf gerissen hat. Lediglich einige Stammgäste kamen trotz der Strapazen zum geliebten Sonntagsbraten; die meisten jedoch schreckte der umständliche Weg zum Restaurant ab. Mit einer derartig langjährigen Baustelle hatte niemand gerechnet, weder die Kommune noch der familiengeführte Betrieb. Dennoch das Bergschloss gibt nicht auf.

Das Landhaus Bergschloss verfügt über sieben Gästezimmer und ein Apartment. Die ganz individuell eingerichteten Zimmer wurden übergangsweise fest vermietet. „Die Nachfrage kam vor allem von Geschäftsleuten, die mit den Firmen in der Umgebung in Kontakt stehen. Doch auch viele Familien, Wanderer oder Radfahrer kommen zu uns“, sagt Frau Hauenstein. Das besondere an diesen Gästezimmern ist ihre liebevolle Einrichtung, die von Zimmer zu Zimmer variiert. So gibt es zum Beispiel ein großes Familienzimmer im Bauernstil mit Himmelbett, eine eher moderne Variante oder ein nostalgisch-kreatives Zimmer. Vorlieben für ein bestimmtes Zimmer werden nach
Möglichkeit gerne berücksichtigt. „Unser aller erster Übernachtungsgast 1984 war Donald McIntyre der Wotansänger vom Festspielhaus. Ihm folgten gerne weitere seiner Kollegen, wie Graham Clark, John Tomlinson, Eike Wilm Schulte oder auch der leider bereits verstorbene Dirigent Guiseppe Sinopoli. Sie alle und noch viele andere Gäste ließen sich gerne in „Ihrem Bergschlösschen“ verwöhnen. Mit manchem Gast wurde bereits das 30 Jährige Jubiläum gefeiert“ erzählte Frau Hauenstein.

Neuer Elan zum neuen Jahr
Das familiäre Ambiente, die fast mittelalterliche Atmosphäre des Restaurants und die schmackhaften Gerichte lockten Gäste aus weiter Ferne. Da Familie Hauenstein auch weiterhin Ihre Gäste mit traditionellen Leckereien verwöhnen will, erwartet die großen Genießer ein
Sonntagsbraten für 5,00 € und das ist Neu; ein wöchentlich wechselndes 3-Gänge-Menü unter dem Motto "Warum denn die Ferne Schweifen, wenn das Gute ist so Nah“; das heißt fränkische altbekannte Gerichte und Zutaten werden neu interpretiert.
Der fürsorgliche Umgang auch mit den kleinen Gästen fällt bei Familie Hauenstein auf. So gibt es beispielsweise spezielle Kindermenüs oder am Sonntagmittag den „Kloß mit Soße für ein Lächeln“, also eine kostenlose Mahlzeit für die kleinen Besucher. Und damit keine Langeweile aufkommt bis die Eltern gegessen haben, stehen eine Vielzahl an Rätseln, Spielen und ein Garten mit Spielgeräten zur Verfügung.

Familie Hauenstein startet mit neuem Elan in die Weihnachtszeit und tischt Ihren Gästen speziell an den Feiertagen neben der beliebten Gänsebrust auch noch Rehbraten, Fasan und Wildente auf. Im Anschluss daran, gerne auch zum Kaffee oder Glühwein, noch eine süße Versuchung aus hausgemachten Desserts, Kuchen, Torten oder himmlische Plätzchen nach Uroma`s Rezepten.
Das ganze soll an Silvester von einem festlichen 5 Gänge - Menü gekrönt werden.

In den vier Räumen des Restaurants stehen ca. 100 Sitzplätze zur Verfügung, frühzeitiges Reservieren lohnt sich also. Die neugebauten Straßen sorgen für eine problemlose Verkehrsanbindung und auch der Parkplatz kann wieder von Gästen genutzt werden. Der Familie
Hauenstein fiel damit ein großer Stein vom Herzen. So kann das Landhaus Bergschloss hoffentlich noch lange als lebendiger Teil der Mistelbacher Geschichte erhalten bleiben.

Ein Vorgeschmack was Sie an Silvester erwarten könnte:

ein kleiner Empfangscocktail als Gruß des Hauses

geröstete Bauernstange mit Tomaten & Kerbel-Avocadomousse

***

Rote Beete Carpaccio mit mariniertem Ziegenkäse

***

Erbsen-Kokos-Suppe mit Forellenkavia

***

zarter Lachs unter der Wirsing-Kartoffelkruste
oder
Barbarie-Entenbrust auf Orangen-Chilisoße mit Herzoginkartoffeln

***

eine bunte Variation von Leckereien

Preis pro Person 39,00 €
Änderungen im Menü unter Vorbehalt

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