
Die Wettersteinhöhle ist erste offizielle Freizeithöhle im Naturpark
Seit 12.08.10 gibt es sie ganz offiziell: Die erste eigens dafür
gewidmete "Feierhöhle" im gesamten Naturpark Fränkische Schweiz
- Veldensteiner Forst. Die Rede ist von der sog. Wettersteinhöhle bei
Leupoldstein in der Gemeinde Betzenstein. Sie wurde gestern von Dieter Preu als Leiter des Referats Karst und Höhle im Naturparkverein mit Behördenvertretern als erste offiziell gewidmete Freizeithöhle vorgestellt.
Mit solchen gewidmeten "Feierhöhlen" will man im Rahmen des
entstehenden Höhlenkonzepts die Feiern und Feste in Höhlen, die es
natürlich schon längst im gesamten Naturpark gibt, kanalisieren.
Eigentlich sollte als erste offizielle Freizeithöhle die Reipersthöhle bei Bärnfels im Landkreis Forchheim gewidmet werden. Das nun im Landkreis Bayreuth so eine erste Höhle für die Freizeitnutzung ausgewiesen werden konnte, dauerte mit der Anhörung zahlreicher Behörden ein Jahr. Eine große Anzahl der größeren
Höhlen laden geradezu zum Kampieren und Feiern ein. Eine Erscheinung, die in den letzten Jahren in erheblichem Maße zugenommen hat". Als Folge finden sich daher in einer Vielzahl dieser Höhlen Feuerstellen, Müllablagerungen, Fäkalien und "Wandmalereien". Dadurch wird die Natur und der Lebensraum von Pflanzen und bedrohten Tierarten nachhaltig beeinträchtigt und zerstört. Nach der Naturparkverordnung ist es aber gerade Aufgabe die Vielfalt, Eigenart und Schönheit des für die nördliche Frankenalb typischen Landschaftsbildes zu bewahren. "Um dieser Aufgabe nachzukommen war es ein Gebot der Stunde, zum Schutz der landschaftsprägenden Felsformationen und der dort heimischen Flora und Fauna auch für die Höhlen im Naturparkgebiet ein Höhlenkonzept zu entwickeln", sagt Preu.
Die Stadt Betzenstein ist die zentrale Stelle, bei der man sich für
eine Benutzung der "Wetterstein Festhalle" anmeldet. Dort erfährt
man auch die anfallenden Kosten und erhält die Nutzungserlaubnis.
"Wir erwarten von unserem Höhlenkonzept, dass es dazu beiträgt,
den immer stärker werdenden Nutzungsdruck auf die Höhlen, sowohl von privater Seite als auch durch kommerzielle Anbieter, aufzufangen und zu lenken." Ausgewiesene Feierhöhlen seinen daher auch kein Freibrief,
denn der Schutz der Natur habe immer Vorrang. Und es ist ganz wichtig, dass immer Personen mit vor Ort sind die Verantwortung tragen.
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