14.04.2008

Wanderwege Pegnitz

Wanderer können kommen: Sie erwartet in Pegnitz nicht nur das größte Wanderwegenetz in der Fränkischen Schweiz, sondern auch eine neuartige Beschilderung. Verlaufen - fast - ausgeschlossen!

Bürgermeister Manfred Thümmler vor einem der neuen Schilder. Rechts Arnulf Goldfuß, Julia Rogen, Ute Wagner und Bauamtsleiter Manfred Kohl. Foto: Volz


Wanderer können kommen: Sie erwartet in Pegnitz nicht nur das größte Wanderwegenetz in der Fränkischen Schweiz, sondern auch eine neuartige Beschilderung. Verlaufen - fast - ausgeschlossen! Gestern stellte Bürgermeister Manfred Thümmler am Bahnhof die neue Beschilderung vor.
Mit von der Partie war vor allem Arnulf Goldfuß, Wegewart des Fränkischen Schweiz Vereins und ehrenamtlicher Wegewart der Stadt Pegnitz, der in enger Kooperation mit den Verantwortlichen, Manfred Kohl vom Bauamt, Ute Wagner, zuständig für Wander- und Radwege und Julia Rogen vom Fremdenverkehrsamt das Durchleitsystem entwickelt und die ensprechenden Schilder entworfen hat.
Wanderer, die mit dem Pendolino anreisen, können sich am Bahnhof zunächst einmal auf einer Karte informieren ihr Ziel auswählen und werden dann Richtung Bürgerzentrum geleitet, wo sie im Fremdenverkehrsamt unter der Woche weitere Informationen, darunter auch in schriftlicher Form, bekommen können. Das Amt ist im übrigen jetzt ganztägig besetzt. Schilder leiten die Wanderer dann zu den örtlichen und überörtlichen Wanderwegen.
Von Pegnitz aus führen 27 Wege in alle Himmelsrichtungen. Darüberhinaus wird das Stadtgebiet von zehn Fernwanderwegen und den Themenwegen, wie etwa dem Fränkischen Gebirgsweg, dem Erz- oder Jakobusweg tangiert. Pegnitz allein hat 175 Kilometer Wanderwege. Nimmt man jene Wege hinzu, die mehrfach genutzt werden, erweitert sich das Netz auf 380 Kilometer.
Zentrale Punkte sind Bürgerzentrum, Bahnhof und Horlach. Um den Umweg übers Bürgerzentrum zu vermeiden, werden Wanderer schon am Bahnhof auf Wege aufmerksam gemacht, die nach Rosenhof oder Troschenreuth führen. Horlach ist das Zentrum für Wanderungen in den Veldensteiner Forst.
Mit der neuen Beschilderung wurde ein Manko beseitigt, denn die Wegweiser gab es bisher nur bis an die Ortsränder. Mit 17 neuen Hinweisen wird nun auch durch die Stadt geführt. Dies hat knapp 4000 Euro gekostet, doch die Regierung hat einen Zuschuss von 1852 Euro zugesagt, so dass in etwa 50 Prozent der Kosten gedeckt sind.
Bei der Vorstellung am Bahnhof Pegnitz wurde deutlich, dass sowohl Bürgermeister, als auch seine Leute aus der Verwaltung froh sind, ein solch gutes Durchleitungssystem anbieten zu können. Der Dank galt vor allem Arnulf Goldfuß, der die Hauptarbeit erledigt hat. Dieser machte deutlich, dass man die bessere Mobilität der Menschen nutzen sollte, die sich immer stärker für öffentliche Verkehrsmittel erwärmen können in einer Zeit, in der die Energie immer teurer wird. Dass nun gezielt vom Bahnhof zum Bürgerzentrum geführt wird, komme sicherlich auch den Geschäften zugute, meine Goldfuß, denn "an denen müssen die Leute vorbei."

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