17.06.2014

von B° AG

(Quelle: Thomas Weichert)

Barocker Lichterglanz in Gößweinstein

Eine Lichtinstallation wird den Kernort von Gößweinstein mit Basilka, Pfarrhaus sowie den umliegenden Privatgebäuden und Gasthäusern sowie den Weg zur Burg noch bis zum nächsten Sonntag, 22. Juni, in ein einzigartiges Licht tauchen.


Möglich wurde diese gestalterisch hochwertige und kostenaufwändige Lichtinstallation mit Studenten der Hochschule Coburg und dem Verein Coburger Designforum Oberfranken mit Unterstützung von Oberfranken Offensiv, dem Markt Gößweistein und zahlreichen Sponsoren aus der Gemeinde Gößweinstein und Oberailsfeld.

Zu der Vernissage dieses Lichtprojekts, das laut Dozent Richard Müller von der Hochschule Coburg einzigartig in Deutschland ist, waren am Samstagabend in den Pfarrgarten zahlreiche Gäste, darunter auch Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler gekommen. Wie Denzler meinte lege er den Bürgermeistern immer nahe, solche Lichtinstallationen in ihren Ortschaften dauerhaft einzurichten, da sie eine hohe Aufwertung des Ortes darstellen. Bürgermeister Hanngörg Zimmermann, der die Gäste begrüßte, will einen Kostenvoranschlag einholen was solch eine Lichtinstallation für den Kernort von Gößweinstein kosten würde. Laut Rainer Kober, dem zweiten Vorsitzenden des Coburger Designforms, könnte man dadurch erhebliche Energiekosten einsparen, da die LED-Leuchten nur ein Zehntel an Strom verbrauchen wie die bisherigen Strahler an der Basilika oder die Straßenbeleuchtung, die man in der Zeit nicht bräuchte. Von letztem Dienstag bis kurz vor der Eröffnung haben zwölf Studentinnen und Studenten der Hochschule Coburg zusammen mit Müller fast rund im die Uhr an dieser Lichtinstallation gearbeitet. Geschlafen haben sie nur von 7 bis 11 Uhr und waren die ganze Nacht hindurch damit beschäftigt. Mit 20 Stunden Arbeit pro Tag. „Solche Projekte sind nur mit ganz viel Zusammenarbeit zu stemmen“, betonte Müller, der anschließend zu einer längeren Führung einlud. Es wurden 250 Lichtpunkte gesetzt und vier Kilometer Kabel verlegt. Durch das besondere warme Licht erkennt man an den Fassaden nun die feinen Details der Architektur. Die besondere Hersausforderung für ihn und seine Studenten bestand aber auch darin, das ästhetische Licht so zu gestalten das es auch funktional ist. Also das man die Straßenbeleuchtung nicht mehr braucht. „Das Licht wirk durch die Abstrahlfläche der Fassaden und kommt so zurück und erhellt die Straße“, erklärte Müller. Jeden Tag von 22 Uhr bis Mitternacht wir man so bis zum kommenden Sonntag diese einmalige und einzigartige Lichterillumation in Gößweinstein noch bestaunen können. 32 ähnliche Lichtprojekte hat Müller mit seinen Studenten in Oberfranken bisher schon umgesetzt. Und in Gößweinstein bot sich eben das Barockjahr geradezu dazu an. Daher durften bei der Eröffnung natürlich auch einige Damen in barocken Gewändern nicht fehlen. So schlüpften die Gößweinsteinerinnen Gertrud Pöhlein, Christine Trautner, Susanne Dufey, Petra Nold und Marion Steinhäußer gerne in historische Barockkostüme. Licht schafft Emotionen, erzeugt Wärme und Ver-
trauen. Licht verleiht Orten eine angenehme Atmosphäre, besondere Stimmung und einzigartigen
Charakter, sagte Kober, der geradezu ins Schwärmen geriet.

Passend zum Thema

Sie zeigen ihr neues Programm aus Balkanbeats, Gypsiepunk und Frankensoul auf einer Tour zwischen Konstanz und Aachen.

Tanjas Blumenparadies in Plankenfels und Mistelgau hat am Valentinstag 14.02.2014 von 8.00-18.00 Uhr geöffnet. Gerne können Sie Ihren Wunschstrauß auch vorbestellen.

Im ehemaligen Gewerbegebiet Sandbühlein oberhalb des Edeka Marktes soll für 4 Mio. Euro ein großes Nahversorgungszentrum entstehen

Mehr aus der Rubrik

Ein Highlight für alle Opernliebhaber erwartet am Sonntag, den 5. Juni, um 17 Uhr die Gäste auf Burg Rabenstein.

Auch 2016 finden wieder interessante Veranstaltungen im wetterfesten und beeindruckenden Konzertsaal der Teufelshöhle an.

Von 26. bis 29. Mai begibt man sich auf Burg Rabenstein wieder auf eine spannende Zeitreise zurück ins Mittelalter.

Teilen: