15.10.2007

Traditionelles Weinfest in Kühlenfels

Am kommenden Samstag, 20. Oktober, empfängt Kühlenfels wie jedes Jahr im Oktober Gäste aus nah und fern zum Weinfest im Steffers-Stadl.

Traditionelles Weinfest in Kühlenfels im Steffers-Stadl am 20.Oktobre 2007 bei Pottenstein in der Fränkischen Schweiz


Am kommenden Samstag, 20. Oktober, empfängt Kühlenfels wie jedes Jahr im Oktober Gäste aus nah und fern zum Weinfest im Steffers-Stadl. Wer schon einmal dort war weiß, dass dieser Stadl seine Besucher mit einer Atmosphäre verzaubert, die wenig mit einem landwirtschaftlichen Lagergebäude gemein hat. Das fängt beim Teppichboden an, geht über die weiß getünchten Wände und dem liebevollen Wand- und Deckenschmuck bis zur Bar und der Weinprobierstube, die einen fast schon intimen Charme versprühen.
Wenn dann auch noch die musikalische und kulinarische Versorgung so wie hier stimmt muss man sich nicht wundern, dass dann Feste gefeiert werden, die ihresgleichen suchen.
Dieser Bericht soll jedoch einen kleinen Beitrag dazu leisten, sich vorstellen zu können, was hinter den Kulissen dieser jährlichen Veranstaltung steht. Dazu muss man zunächst wissen, dass der Stadl, um den es hier geht, dem langjährigen Vorsitzenden des Kühlenfelser Skiclubs Steffer Hofmann  gehört, der seine Scheune jedes Jahr für diese Veranstaltung bereitstellt. Da der Stadl über das Jahr durchaus bestimmungsgemäß genutzt wird sieht es dort eine Woche vor dem Weinfest auch noch aus wie in einer Scheune. Das begann sich jedoch am gestrigen Montag zu ändern. Eingeschworene Skiclubler rückten am gestrigen Nachmittag bewaffnet mit Gabelstapler, Besen und Arbeitswut an, um die unglaubliche Verwandlung anzupacken. Denn fast alles was im Stadel ist muss in eine andere Scheune umgeräumt werden, die komplette Einrichtung vom Scheunen-Dachboden heruntergeholt werden. Dann wird die Werkstatt im Anbau ausgeräumt um dort die Weinprobierstube aufzubauen. Auch die benachbarte Garage wird praktisch entkernt, mit Holzboden ausgelegt und zur Küche umgebaut. So geht das dann noch die ganze Woche über fast jeden Abend weiter. Nachdem das alles und tausend weitere kleine und große Vorbereitungen fertig sind stehen die Gastgeber auch heuer wieder wie jedes Jahr am Samstagnachmittag im Steffers-Stadl, bevor der erste Gast kommt. Man sieht sich um und es kommt fast so etwas wie Wehmut auf: Wie schade ist es doch, dass dieses wunderschöne Werk nur für einen Abend leben wird. Und es denkt hier niemand an die rund 70 Arbeitstunden, die der Aufbau gekostet hat, oder die 30 Stunden, die der Abbau noch kosten wird. Die Arbeit mit Freunden ist hier keinem eine Last. Peter Hoch, der Schriftführer des Skiclub sagt: "Feste wie dieses kann es nur geben, weil es den Machern Spaß macht, weil sie letztlich jenseits von wirtschaftlichen Überlegungen in erster Linie ein Produkt des Gedankens sind, in einer Gemeinschaft etwas miteinander auf die Beine zu stellen. Wenn der Höhepunkt der gemeinsamen Bemühungen dann ein Fest ist, das man miteinander feiert, dann ist das natürlich ein zusätzlicher Anreiz."

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Was bei so einem Weinfest natürlich nicht fehlen durfte, war die Kürung der Ahorntaler Weinkönigin für die sich sieben junge Damen aus dem Publikum beworben hatten.

"Wir wollen eine alte Tradition wieder aufleben lassen, wollen unseren Enkeln zeigen, wie und welche Volksmusik geboten wurde, was früher war. Wir wollen unsere Heimat ein bischen auffrisieren und die Musik, die uns verbindet genießen." Hannelore Schott aus Schermshöhe, Vorsitzende des Heimat- und Verschönerungsvereins "Hohe Reuth", hätte den Abend nicht treffender beschreiben können

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