Burgruine Riegelstein

Burgruine Riegelstein - Das Felsriff auf dem die Gebäude der Oberburg standen aus nordöstlicher Richtung - Copyright Wikipedia


Burgruine, Mauerreste und Graben sichtbar
Stadt Betzenstein, Ortsteil Riegelstein
Scherbenfunde sprechen für eine Entstehung der Burg um 1200. Die Burg war Stammsitz der 1289 erstmals erwähnten Edlen von Türriegel. Die freieigene Burg wurde 1502 von Hans, Kunz und Hans Türriegel mit den Gütern im Dorf, das ursprünglich Raupersdorf hieß, den Markgrafen zum Lehen aufgetragen. Nach dem Tode des letzten Türriegel, Georg Michael, im Jahr 1628, erhielt erhielt der brandenburgische Rat und Amtmann zu Streitberg, Henning von Wilmersdorf, die Burg zum Lehen. Der Besitz wurde 1714 an Christoph Ludwig von Hüttenbach verkauft; 1870 ging er an die Harsdorff'sche Familie zu Nürnberg über.
   
Beschreibung
Burg in Sporenlage auf einer nach Norden vorspringenden Felskuppe des 610 m hohen Schweinsberges, unmittelbar nördlich des Dorfes. Von der südlich vorgelagerten Höhe durch einen 4 m breiten und ca. 8 m tiefen, in den Fels gehauenen Graben abgetrennt. Anschließend weitere Graben- bzw. Zwingeranlage im Süden und Südwesten. Zweiteilige Anlage mit Vorburg im Südwesten, die einen vorgelagerten Randwall besitzt. Nördlich des Grabens Grundmauerrest des ehemaligen Torhauses. Auf dem westlichen Plateau Reste eines rechteckigen Gebäudes, daneben die ehemalige Zisterne. Im Südosten starke Außenmauern. Die Hauptburg stand auf dem schwer zugänglichen Felsen im Nordosten. Am nördlichen Fuß des Felsens befindet sich eine kleine ansteigende Höhle, die durch eine Mauer abgeschlossen war. Offenbar handelt es sich um einen Fluchtgang.

Quelle - Stadt Betzenstein
Die Kunstdenkmäler von Oberfranken; II Landkreis Pegnitz
bearbeitet von Alfred Schädler
Historische Einleitung und Beiträge von Hellmut Kunstmann
R. Oldenbourg Verlag München 1961

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