Die Kirchen in und um Buttenheim

Mehrere historische Gotteshäuser schmücken die Gemeinde Buttenheim und laden zu einem Besuch ein.

Pfarrkirche St. Bartholomäus

Pfarrkirche St. Bartholomäus

Da der Bischof von Würzburg von Anfang an (832) das Patronat über die Pfarrei hatte, zudem die Pfarrkirche seit je einen großen Grundbesitz von mehr als 40 Tagwerk hatte, so gehört sie wahrscheinlich zu den vierzehn Slavenkirchen.

Kuratie Kirche St. Nikolaus

Die kleine barocke Kuratiekirche St. Nikolaus erhebt sich idyllisch in der Ortsmitte. Johann Conrad Weiß errichtete sie zwischen 1723 und 1726 am Rande des Friedhofs. Der Turm wurde 1737 angefügt. Als Baumaterial dienten vor allem die Steine der einst nahegelegenen Burg Niedersenf­tenberg, die im Bauernkrieg im Jahr 1525 zerstört worden war. Im Inneren der Saalkirche beeindrucken neben dem Deckenstuck von 1740, der Kanzel von 1727 und den 1729 aus Hirschaid erwor­benen Seitenaltären vor allem der Hochaltar von 1747. Der reiche und künstlerisch äußerst wert-volle Figurenschmuck in der kleinen Landkirche wurde vermutlich von Vitus Grauppensberger und Pankraz Fries geschaffen. 2015 wurde die Kirche innen und außen aufwendig renoviert und der neue Altar des Rottweiler Künstler Tobias Kammerer eingeweiht.

 

 

Neugotischer Altar von Tiefenhöchstädt

1852 wurde in der Juragemeinde Tiefenhöchstadt die erste Ortskapelle eingeweiht. Der Hochaltar (Neugotik) wurde bei Hofmodelleur Carl Ferdinand Schropp in Bamberg bestellt. Die Figuren der Nothelfer und das Heilige Grab, welche säulenartig steif gestaltet sind, sind aus Pappmaché um einen Kern aus Drahtgeflecht modelliert. Das Drahtgeflecht ist mit einem feinen Leinen überspannt, auf dem die formbare Papiermasse aufgebracht ist.

Ortskapelle St. Georg

Die Georgskapelle auf dem Senftenberg ist aus der Kapelle der Burg Niedersenftenberg hervorgegangen. Der Vorgängerbau, der anläßlich seiner Weihe zu Ehren des St. Georgius 1620 erwähnt wird, war ein schlichter Barockbau. Wegen der vie­len Prozessionen war diese bald zu klein. Die jet­zige Kirche ist 1668/69 nach den Plänen des Bau­meisters Valentin Juliot erbaut. Ab 1618 wird aus dem Gotteshaus ein Wallfahrtsort zu Ehren des Heiligen Georg. Im Dreißigjährigen Krieg besuch­ten viele Reiter die Kapelle. Sie ritten durch die Türe herein, beteten und ritten durch eine andere Tür wieder hinaus. Auch Bauern kamen zum Senf­tenberg, um den heiligen Georg, der auch ihr Schutzpatron ist, um Hilfe zu bitten. Der große Andrang durch die Fürbitter machte aber schon 1683 eine nochmalige Erweiterung notwendig. Nach einem Niedergang im 19. Jahrhundert erfuhr der Georgiritt nach dem Zweiten Weltkrieg eine Wiederbelebung. Er wird nicht mehr im Rahmen einer Wallfahrt durchgeführt, sondern ist eine Prozession zu Ehren des Heiligen Georg. Sie findet jährlich am Sonntag nach dem Fest des Heiligen Georg am 23. April statt. 1898 wurde ein Kreuzweg mit 14 Stationen zur Kapelle angelegt. Die Stationen und der Weg wurden 2002 saniert.

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