Donndorf

Donndorf - durch das Schloss Fantaisie weit über die Grenzen hinaus bekannter Ortsteil.

Genaue Angaben über die Zeit der Entstehung des Ortes lassen sich nicht ermitteln. Donndorf war im späten Mittelalter ein Rittersitz der Herren von Tanndorf, 1375 erstmals erwähnt. Nach der Reformationszeit kam es an die Herren von Lüchau. Der letzte dieser Linie, Friedrich Ludwig von Lüchau, starb 1757 söhnelos. Das Lehen fiel nun wieder an die Bayreuther Markgrafen. Markgräfin Wilhelmine, die Lieblingsschwester Friedrich des Großen, gab den Auftrag, in Donndorf ein Schloss als Sommersitz zu errichten. Die Grundsteinlegung erfolgte 1758. Die Markgräfin starb jedoch im selben Jahr und erlebte daher die Vollendung des Baus nicht mehr. Sie hinterließ eine Tochter, Elisabeth Friederike Sophie, die Herzogin von Württemberg. Diese zog nach ihrer Scheidung 1756 wieder zu ihren Eltern und erhielt 1763 das Schloss Donndorf, musste dafür jedoch ihrem Großonkel Markgraf Friedrich Christian die Juwelen ihrer Mutter auf Lebenszeit überlassen. Sie gab dem Schloss den Namen "Fantaisie".
Nach Fertigstellung des Schlosses im Jahre 1765 konnte sie endlich dort einziehen. Unter ihrer Herrschaft wurde der Park bedeutend vergrößert, ebenso unter ihrer Nachfolgerin, Herzogin Dorothea, die während der französischen Revolution viele flüchtende Adelige aufnahm. Der Emigrantenstein am Matzenberg legt davon Zeugnis ab.
Glanz und Höhe erlebte die Fantaisie unter dem Enkel Dorotheas, Herzog Alexander, der 1828 Eigentümer wurde. Er ließ die beiden Seitenflügel anbauen, die Thalmühlen abreißen und an deren Stelle den Herzogweiher anlegen. Er kaufte auch das neben seinem Garten gelegene Gasthaus "Zum weißen Hirschen", ließ es abreißen und an seiner Stelle das "Hotel Fantaisie" errichten.
Nach seinem Tode wechselten die Eigentümer in rascher Folge; es konnte keine sinnvolle Nutzung mehr gefunden werden.
Im Jahr 1991 endlich konnte nach zähen Verhandlungen auf Initiative der Gemeinde Eckersdorf und des eigens gegründeten Fördervereins Schloss Fantaisie ein Vertrag zwischen dem Freistaat Bayern als Eigentümer und den kommunalen Gebietskörperschaften Gemeinde Eckersdorf, Landkreis Bayreuth und Bezirk Oberfranken geschlossen werden. Seit Juli 2001 ist nun das erste Gartenkunst-Museum in Schloss Fantaisie eröffnet.

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