Die Ortsteile von Egloffstein

Affalterthal - Alte Schule

Egloffstein gliedert sich in 16 Ortsteile

Affalterthal z.Z. Einwohner: 305

Der Ort gehört seit dem 1. Mai 1978 zur Gemeinde Egloffstein und ist ein Ortsteil des Marktes im Naturpark Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst in der Fränkischen Schweiz. Der Ort hat etwa 305 Einwohner.
Affalterthal liegt am Beginn der Talsenke des Mostvieler Tales am Rande eines Hochplateaus zwischen Bieberbach und Egloffstein und ist eingerahmt von Wäldern.  Viele Kirschbäumen zieren die Landschaft. Das Dorf ist etwa 30 Kilometer von Nürnberg entfernt
Ähnlich wie bei Effeltrich leitet sich in Affalterthal der Name vom Apfelanbau in der Region ab. Konkret wird er auf das mittelhochdeutsche apfalter zurückgeführt, was Apfelbaum bedeutet. Die Ersterwähnung des Ortes wird für 1075 angegeben. Nahe der Siedlung befindet sich bereits recht früh ein Schloß auf dem Altschlossberg, das 1525 im Bauernkrieg zerstört wird, so dass heute nur noch einige Mauern erhalten sind.
Für das ausgehende 12. Jahrhundert sind vier Höfe in Affalterthal bezeugt. Für die Zeit um 1500 ist belegt (Urbar des Leonhard von Egloffstein, 1510), dass im Ort noch verschiedene Herren Besitzungen haben, unter anderem Nürnberger Patrizier. Erst in der Folge gelingt es Leonhard, hier eine einheitliche Egloffsteiner Besitzung zu etablieren.
Eine erste Kapelle in Affalterthal ist für 1171 urkundlich erwähnt, erbaut unter Otto von Affalterthal, dem Besitzer des Schlosses zu diesem Zeitpunkt. Die heutige evangelische Pfarrkirche in Affalterthal ist im Langhaus im Kern noch spätmittelalterlich und trägt im Chor ein Kreuzrippengewölbe um 1437. Die Ausstattung im Inneren stammt im Wesentlichen aus der Zeit um 1700.
Affalterthal ist kirchliche Heimatgemeinde des ältesten Posaunenchores in Bayern (gegründet 1892 von Pastor Kuhlo)Der Posaunenchor Affalterthal ist der älteste in Bayern (gegründet 1892 von Pastor Kuhlo)

Sehenswert: Die evangelische Pfarrkirche, ermals 1375 urkundlich bezeugt.
Hier können Sie jedes 2. Jahr das "Eichertreffen" erleben.
Dreikönigswanderung mit Saukopfesse am 06.Januar
Kirschenkirchweih am 3. sonntag im Juli
Brennerei Ebenhack - Obstbrände aus 12 Obstsorten
Herbstkirchweih am letzten Sonntag vor Reformationstag
Dorfweihnacht immer am 3. Advent
Schöne alte Bauerhäuser, Felsenkeller, Rathaus, ehemalige Schule (1784).

Äpfelbach  z.Z Einwohner: 32 

Der kleine Ort liegt malerisch direkt an der Trubach zwischen Schweinthal und Mostviel unterhalb von Schlehenmühle. Früher wurde hier auch ein Steinbruch betrieben.
An der Trubach auf der Höhe von Äpfelbach beginnt auch das Fischwasser der Touristinformation Egloffstein.

Bärnthal  z.Z. Einwohner: 6 

Die Bärenthalmühle (1504 erstmals erwähnt als „Berntal“) war im Mittelalter im Besitz der Freiherrn von Egloffstein. Diese Uradelsfamilie führt als Wappen den schwarzen abgeschlagenen Bärenkopf mit der heraushängenden Zunge.
Die Mühle, ein denkmalgeschütztes Haus, war bis nach dem 2. Weltkrieg eine Mahl- und Schneidemühle und wurde für die Versorgung der Bewohner der Umgebung benötigt. Sie liegt am Anfang des sog. Zwicksteins, eines Steilstücks der von jeher bedeutenden Verbindungsstrasse nach Gräfenberg, die hier das Trubachtal verläßt.

Bei Gräfenberg erreicht sie einst nürnberg’schen Besitz (Dialektgrenze) wo das Nürnberger Patriziat die Herrschaft führte.
Wer diese Straße befuhr, so hieß es früher im Volksmund, müsse vorher das Abendmahl genommen haben.
Sehr oft leistete der Bärenthalmüller mit seinen Pferden Vorspanndienste.Heute ist die Mühle nicht mehr bewohnt. Der jüngste Nachfahre Stefan Singer führt nebenan einen Holzbaubetrieb. Im Jahre 1991 erwarben Erwin und Ulrike Wirth den Grundbesitz neben der Mühle und errichteten das Backhaus Wirth.

Bieberbach z.Z. Einwohner: 339

Der alte Ort wird 1225 n. Chr. bereits erwähnt. Der Name wird auf das frühere Vorhandensein von Bibern zurückgeführt. Mitten im Ort erkennen wird eine Felsenwildnis, dem Ort, wo einst das Burggut stand, das bereits 1706 Historiker als abgegangen bezeichnen.
Der Ort gehört seit dem 1. Mai 1978 zur Gemeinde Egloffstein.
Bieberbach ist eine kleine Gemeinde in der Fränkischen Schweiz im oberfränkischen Landkreis Forchheim und gehört zu Egloffstein. Bekannt ist der Ort durch seinen alljährlich großen Osterbrunnen, der 2001 aufgrund seines Brunnenschmucks aus 11.108 handbemalten Eierschalen einen Eintrag im Guiness Buch der Rekorde bekam.
Im Ort befindet sich eine zweigeschossige Evangelische Reformationsgedächtniskirche, eine Saalkirche mit  einem Spitzhelm-Turm, 1948-52 nach Plänen von Prof. Karl Pfeiffer-Haardt.

Dietersberg z.Z Einwohner: 24

1048 – 1051 wird ein dem Domstift Bamberg zustehender Herrschaftshof Dietkeresberg“ genannt. Von jenem Herrschaftshof ist bis in unsere Zeit ein zum Haus- Nr. 91 gehörender Zehntstadel übriggeblieben. Es handelt sich um einen eingeschossigen stattlichen Bau mit Halbwalmdach, der lange Zeit mit der Jahreszahl 1792 bezeichnet war. Im Jahre 1800 wird dieser Hof auf dem Dietersberg zur Dorf- und Gemeindeherrschaft des Freiherrn von Egloffstein gehörend, erneut urkundlich erwähnt.
Der zweite Dietersberger Hof entstand durch eine Güterteilung im 19. Jahrhundert. In jüngerer Zeit sind einige neue Häuser dazugekommen.
Die Kirchenruine auf dem Dietersberg aus dem 12. Jahrhundert ist den Heiligen Drei Königen geweiht. (westlich der Häuser gelegen). Nach mehr als zwei Jahren Freilegungsarbeiten unter Annemarie Preis, wurde die Kirchenruine 1973 als Stätte der Besinnung der Öffentlichkeit übergeben.
Am Pfingstsonntag,  feiert die Kirchengemeinde Egloffstein dort ihren Gottesdienst.

Egloffstein / fränk. Assisi z.Z Einwohner: 767 

Inmitten des Trubachtales steigt der Ort Egloffstein an den felsigen Hängen hinauf. Die Häuser kleben wie Schwalbennester am Hang, gekrönt von der tausendjährigen Burg der Freiherrn von Egloffstein.
Ein Ort der Romantik und Idylle, der Brunnen und Quellen.
Der erste nachweisbare Vertreter des Egloffsteiner Adelsgeschlechts ist Henricus de Hegelofuesten, der 1180 urkundlich erwähnt wird. In späteren Dokumenten wird der Gründer der Burg als  Heinricus de Agilulfi lapide genannt, was Heinrich vom Stein des Agilulf bedeutet.
Im Jahr 1358 wird die Burg selbst urkundlich erwähnt – durch Stiftung einer Burgkaplanei. Die Burg ist auch heute noch im Besitz des Adelsgeschlechts.
1750 entstand an der Stelle der alten Schlosskapelle die jetzige Pfarrkirche St. Bartholomäus.

Egloffsteinerhüll z.Z. Einwohner: 101

Der Ort dürfte eine Gründung der Herren von Egloffstein auf der gleichnamigen Burg gewesen sein, denn noch im 19, Jahrhundert gehörten von den 17 Anwesen im Ort 11 zum Patrimonialgericht Egloffstein und 6 zum egloffsteinischen Patrimonialgericht Kunreuth, ehe 1848 diese Gerichtsbarkeit abgelöst wurde und an den bayerischen Staat überging.
Kirchlich gehörte Egloffsteinerhüll zur Urpfarrei Pretzfeld. Bei der Gründung der Pfarrei Kirchehrenbach im 12. Jahrhundert wurden alle Orte südlich der Trubach deren Sprengel zugewiesen. In der Reformationszeit wurden die Einwohner evangelisch. Seit der Erhebung Leutenbachs zu einer eigenen Pfarrei im Jahre 1620 war der dortige Geistliche bei Taufen, Trauungen und Beerdigungen auch für die „Hüller“ zuständig. In der täglichen Praxis sah man das anders  und hielt sich vielfach zu den benachbarten evangelischen Kirchengemeinden. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden die evangelischen Einwohner ausgepfarrt.
Gemeindehaus aus dem 18. Jahrhundert

Hammerbühl z.Z. Einwohner: 43

Hammermühle z.Z Einwohner: 9

Mühle, Zweigeschossiger giebelständiger Satteldachbau, massiv, verputzt, mit Fachwerkgiebel, bezeugt 1773

Hammerthoos z.Z. Einwohner: 13

Der erste Bestandteil des Ortsnamen weist auf den Grund der früheren Besiedelung hin, nämlich Eisengewinnung.
Die Hammermühle, bereits 1430 erwähnt, ist auf der Stelle eines ehemaligen wassergetriebenen Eisenhammerwerkes gegründet.
Bei einer Straßenerweiterung in den 1970er Jahren wurden in Hammerbühl zwei frühmittlelalterliche Eisenschmelzöfen mit einem Durchmesser von ca. 4 Metern angeschnitten und ausgegraben, die auf eine Verhüttungstätigkeit schließen lassen.
Die Hammermühle wird heute als Sägewerk betrieben.
Der Weiler Hammerthoos liegt zwischen der Bärenthalmühle und der Hammermühle.

Hundsboden z.Z. Einwohner: 83

Hundsboden im oberfränkischen Landkreis Forchheim, ist eine Teilgemeinde des touristischen Ortes Markt Egloffstein und liegt etwa 4 km westlich davon abseits des schönen Trubachtals. Egloffstein selber ist ein seit 1956 anerkannter Luftkurort, und Hauptmerkmal ist die gleichnamige Burg, die über dem Ort am Wilhelmsfelsen thront. Bereits von Weitem kann man sie vom Trubachtal aus sehen, wenn man den Ort ansteuert.

Hundshaupten z.Z Einwohner: 140

Die Namen der beiden nebeneinander liegenden Ortschaften sollten im Zusammenhang gesehen werden.
Der Namensteil „-haupten“ bedeutet Bergsporn (Bergkopf), auf dem zunächst eine Burg, später das heutig Schloß erbaut wurden.
Der Namensteil „-boden- bezeichnet eine auf der Hochfläche gelegene ebene Ackerflur mit guter Bodenqualität, die im Hochmittelalter im Zuge des Landausbaus gerodet wurde. Der Namensteil „Hund-„ bezeichnet den Besitzer der Rodungsfläche und der Burg. Dieser hatte das Amt eines „Hunte“ (Anführer einer Hundertschaft) inne.
Schloß Hundshaupten: 1369 im Besitz der Herren von Wiesenthau, 1388 im Städtekrieg von den Nürnbergern niedergebrannt und 1412 durch die Burggrafen von Nürnberg und 1525 im Bauernkrieg zerstört, 1561 wieder aufgebaut. Nach dem Erlöschen derer  von Wiesenthau fiel das Lehen an Kloster Michelsberg in Bamberg zurück. Nach dem 30-jährigen Krieg belehnte das Kloster 1661 Hieronymus Christoph Freiherr von Pölnitz, Stadtkommandant von Forchheim mit der Burg. Heute ist das Schloß Hundshaupten in Besitz von Heinrich Freiherr von Pölnitz.
Unterhalb des Schlosses liegt der bekannte Natur- und Wildpark Hundshaupten.

Mostviel z.Z Einwohner: 23

Mostviel steht im Zusammenhang mit der ehemaligen Mühle und wird 1358 zum ersten Mal erwähnt. Das Gebäude der Mühle steht noch, diese ist aber nicht mehr in Betrieb.
Der ursprüngliche Name von Mostviel - mos vis oder Wustfill - bedeutet soviel wie angeschwemmtes, sumpfiges Land.
Im Ort ist ein Gasthof mit Metzgerei und ein Tageszentrum der Diakoniestation Gräfenberg, wo auch Gäste ihre Angehörigen zur Tagespflege unterbringen können. Die Gegend ist auch bekannt für seine Kletterfelsen, wie Mostvieler Kletterblock, Mostvieler Klettergarten  (s.u. Klettern)


Rothenhof (Weiler) z.Z. Einwohner: 18

Die kleine Ansiedlung liegt zwischen Bieberbach und Geschwand. Zwischen Rothenhof und dem süd-westlich gelegenden Affalterthal liegen einige der vorgeschichtlichen Hügelgräber, die in dieser Gegend zu finden sind.

Schlehenmühle z.Z. Einwohner: 36 

Der Ort liegt von Wald umgeben im Tal des Schlehenbaches, oberhalb von Äpfelbach und Schweinthal.
Die einstige Mahl -und Schneidemühle ist umgeben von Schlehenbüschen, die ihr den Namen gegeben haben.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1648, dort wird die Mühle als zugehörig zum Burggut Bieberbach genannt.
Im Jahr 1956 wurde die Schlehenmühle zur Pension und Gaststätte umgebaut.
Heute gehört ein Minigolf- und Fossilienklopfplatz zum Gasthof.
In dem kleinen Ort befnden sich noch ein weiterer Gasthof, ein Ferienhof und Ferienwohnungen.
Auffällig ist, dass in dem engen Tal keine Spatzen gesichtet werden. Einer Sage zufolge wurden sie von drei erbosten Frauen verwünscht, deren frisch gewaschene Wäsche von den Vöglen beschmutzt wurde. Biologische Ursache ist, dass das Tal zu eng ist und die Spatzen den Greifvögleln schutzlos ausgeliefert wären.

Schweinthal z.Z Einwohner: 101

Der Name des Ortes tauchte erstmals als „Swintal“ 1184 auf.
Die Schweinthaler Mühle wurde 1596 erstmals urkundlich erwähnt. Die ehemalige Mühle verfügte über zwei Mahlgänge, einem Ölschlag und einer Schneidesäge. 1918 stellte sie ihren Betrieb ein. Das Mühlengebäude im Fachwerkstil wurde seit 1774 baulich nicht mehr verändert. Neben der Mühle befindet sich das Pumpwerk der Wasserversorgung „Wichsensteingruppe“. Zur Mühle: Wassermühle, zweigeschossiger Satteldachbau, Wohnteil im Erdgeschoss massiv, Obergeschoss und Giebel in Fachwerk, Mühlenhaus massiv, bez. 1774., Feuerwehrhaus, kleiner erdgeschossiger Satteldachbau, massiv, verputzt, mit verschiefertem Glockendachreiter auf dem First, Mitte 19. Jahrhundert, Zugehörig giebelständiger Fachwerkstadel mit Satteldach, a.d. 18. Jahrhundert.

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