Der Nachtwächter zu Gößweinstein

Der Nachtwächter zu Gößweinstein

Ein alter Brauch...
...lebt bei uns in Gößweinstein seit 1990 wieder auf. Manfred Heckel, engagierter Bürger des Marktes Gößweinstein, kleidet sich regelmäßig in seinem Nacht- wächterkostüm und führt Sie durch die Straßen Gößweinsteins. Lassen Sie sich beim abendlichen Spaziergang in die Vergangenheit zurückversetzen. Ausgestattet mit Hellebarde, Horn und Laterne erzählt der Nachtwächter in fränkischer Mundart spannende und heitere Geschichten über die Historie des Ortes und singt alte Nachtwächterlieder.

Manfred Heckel
Behringersmühler Straße 12
91327 Gößweinstein
Telefon: 09242 / 1551

Weitere Informationen und die Termine der Führungen finden Sie hier.

Geschichtlicher Hintergrund

Allgemein kann man sagen, dass der Nachtwächter so alt ist, wie auch die mittelalterlichen Städte und Gemeinden. Er hatte eine wichtige Schutzfunktion. Er warnte vor Feuer und Feinden, verhinderte Diebstahl und überwachte das ordnungsgemäße Verschließen der Haustüren und Stadttore. Man stellte hohe Ansprüche an den Nachtwächter: Er musste gesund, unerschrocken und kräftig sein, musste den besten Leumund besitzen und lesen und schreiben können.

Anfang des 20. Jahrhunderts schlief dieses Amt ein. In Gößweinstein lebt mit den Nachtwächterrundgängen diese alte Tradition wieder auf. Seit einigen Jahren ist Gößweinstein deshalb Mitglied in der Europäischen Nachtwächter- und Türmerzunft.

Entdecken Sie Gößweinstein auf die etwas andere Art und Weise!

Gedicht des Nachtwächters

Wenn ich durch die Gassen schreite,
mag ich Leut an meiner Seite.
Doch es macht mir keinen Spaß,
wenn ich werd vom Regen nass.

Das mag auch für Begleiter gelten,
drum bitte ich mich nicht zu schelten,
wenn ich es sag gradheraus:
"Wenns regnet fällt der Rundgang aus".

Teilen: