Wallfahrten

Allgemein
130 Wallfahrtsgruppen kommen regelmäßig Jahr für Jahr aus dem fränkischen Umland nach Gößweinstein, 30-50 Wallfahrten aus dem ganzen Bundesgebiet kommen noch hinzu. So pilgerten 1996 etwa 15.000 Wallfahrer - die meisten zu Fuß - zum Gnadenbild der Hl. Dreifaltigkeit. Wallfahrtszeit ist von Ende April bis Mitte Oktober. Das bedeutet, daß an manchen Wochenenden 10-15 Wallfahrtsgruppen zu betreuen sind, am Hochfest der Hl. Dreifaltigkeit sind es gar 25.
Früher robbten Die Besucher der Basilika auf den Knien um die Basilika Gößweinstein herum. Verschiedene Wallfahrtgruppen aus Lichtenfels machen nachts einen Lichterkorso um die Basilika herum. In der Regel laufen die Besucher 2-3 Tage zum Wallfahrtsort Ihrer Wahl, danach schmerzen meistens die Füße sehr und viele Wallfahrer konnten nachts aufgrund der Fußschmerzen nicht mehr schlafen.

Liselotte Grunow
Seit 1988 hat sich Liselotte Grunow, eine Samariterin und ehemalige Fußpflegerin aus Berlin jetzt wohnhaft in Gößweinstein ehrenamtlich der Wallfahrer angenommen und massiert und verarztet geplagte Füße kostenlos.
Sie hat Ihren Behandlungsraum direkt rechts neben der Basilika in Gößweinstein. In der Zeit von Ende April bis Mitte Oktober ist Sie an jedem Wochenende Samstags und Sonntags, am Hauptwochenende Freitag bis Sonntag, ohne Pause von 7.00 Uhr- mindestens 21.30 Uhr, manchmal auch bis 23.00 Uhr vor Ort, um die Wallfahrer zu verarzten. Frau Grunow ist Samariterin, aufgrund Ihrer Erziehung ist Sie sehr sozial eingestellt. Da Sie das Amt ehrenamtlich ausführt, muß Sie alle Verbände, Salben usw. aus eigener Tasche bezahlen. Durch verschiedene Straßenfeste sammelte Sie in Eigenregie weit über 16000 Euro für Aktion Sorgenkind und andere gemeinnützige Einrichtungen. Für Ihre Verdienste erhielt sie die Ehrennadel des Landes Berlin und auch eine Ehrennadel des Ministerpräsidenten von Bayern, Edmund Stoiber.
Auch ein Kinderbuch hat Liselotte Grunow veröffentlicht, die Einnahmen spendete Sie der Forschung auf dem Gebiet der Krankheit "Duchenne-Muskeldystrophie", nach Muscoviszidose die weitverbreiteste Krankheit bei Jungen.
Trinkgeld verwendet Sie für die Anschaffung von Salben und anderen Dingen. Sogar im Heinrichsblatt wurde über diese in Bayern einzigartige ehrenamtliche Leistung von Liselotte Grunow berichtet. Daraufhin bekam Sie eine Danksagung einer Nonne aus Rom und ein Gedicht zugesandt.

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