Bartholomäusspital

Das Bartholomäusspital wurde im Jahre 1464 von dem Freiherrn Werner von Aufseß für kranke und arme Leute gestiftet. Früher lag es außerhalb der Stadtmauer und war der Stadtverwaltung von Hollfeld unterstellt. Dem heutigen 1664 errichteten Bau wurde 1709 die Kapelle angefügt. Mit seinem Testament vom 05.09.1839 ernannte der Hollfelder Bürgermeister Lorenz Schmötzer das Spital zu seinem Haupterben (Schmötzer´sche Stiftung).

Aufnahme in das Spital hatten dann Personen, die einen guten Leumund haben, arm, alt und nicht seßhaft waren. Die Anzahl war auf 5 bis 12 Personen begrenzt. Später wurden Pfründner bestimmt, das heißt, dass berechtigte Personen ein Tagegeld erhielten. Außerdem fanden regelmäßig Gottesdienste in der Kapelle statt.

Nach dem ersten Weltkrieg waren Flüchtlinge einquartiert. Da aber schon lange die Absicht bestand, in Hollfeld eine Kinderbewahranstalt zu errichten, wählte der Stadtpfarrer Schneider das dann leerstehende Bartholomäusspital aus. Nachdem noch bauliche Mängel beseitigt waren, konnte 1935 der Kindergarten in Betrieb genommen werden. Später reichte der Platz nicht mehr aus und da aus Denkmalschutzgründen eine Erweiterung nicht möglich war, wurde ein Neubau beschlossen. 1976 zog die Kinderschar dann um.

Während der Renovierung des Altenheimes wurde die Bewohner auch hier untergebracht. Nach einer Renovierung des Spitals 1978 diente der größte Raum noch als Sitzungssaal des Stadtrates und auch unser Fremdenverkehrsamt war hier einige Zeit einquartiert. Heute wird das Bartholomäusspital nicht mehr genutzt. Leider kann es auch nicht besichtigt werden.

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