St. Bartholomäuskirche in Mistelgau

"Ein Musterbeispiel einer Land-Barock-Kirche aus der Zeit der Markgräfin Wilhelmine"

Geschichtlicher Überblick:
erster Kirchenbau geht auf die romanische Zeit zurück (östl. Chorfenster, rom. Kapitel)
1488 erste Vergrößerung (Gedenkstein über dem westl. Eingang)
1678 "Welsche Hauk" (Zwiebelturm) durch Spitzturm ersetzt
1736 zweite Erweiterung (gegenwärtiges Kirchenschiff entstand / Stuckaturen an der Decke Triumphbogen über dem Altarraum)
1928 - 1936 Generalinstandsetzung unter Pfarrer Seggel
1980 Renovierung unter Pfarrer Fürte

Kunstschätze:
ein Hochaltar mit Christi Passion: Kreuzigung und Auferstehung

Barockaltar:
1705 vom Bildhauer Johann Caspar Fischer (Schüler von Elias Renz) aufgestellt

Kanzel:
1718 vom gleichen Künstler geschaffen Sie wird gestützt vom Riesen Simsen, von dem das Buch der Richter erzählt, er habe mit einem Eselkinn-Backenknochen 1000 Philister erschlagen. Die Kanzel ist ein figurenreiches Kunstwerk mit einer symbolhaften Darstellung der der matereglisia der Mutter Kirche, beginnt unten am Treppengeländer mit einer plastischen Galerie heiliger Gestalten, die bei Christus dem Weltenherrscher endet, Engel tragen den Schalldeckel der Kanzel mit der Gestalt des siegreichen Auferstandenen.

Chorwand:
sehr ornamentenreich mit dem Auge Gottes, es blickt hinab in ein Gotteshaus, das von den Börgern Mistelgaus und dessen Nachbarn mit Stolz "die Krone des Hummelgaus" genannt wird.

Orgel:
1852 von Ludwig Weineck aus Bayreuth erbaut

Taufstein:
1686 eingeweiht, gefertigt von Bildhauer Georg Brenk aus Kulmbach

Emporenbilder:
Bilder aus der biblischen Geschichte vom Kunstmaler Johann Heinrich Schertel aus Bayreuth

Deckengemälde:
Taufe Christi durch Johannes durch den Maler Georg Christof Gebhard aus Marktleuthen

Stuckaturen:
an der Decke, am Triumphbogen und im Chorraum von Martin Krasser

Grab-Epitaph des Sigmund von Wirsberg (li. im Altarraum):
Grabmal an der Chorwand für sich und seine Frau 1575 geschaffen. Er war wohl ein demütiger Sünder, denn er ließ das Gesicht des Schächers neben dem Gekreuzigten als sein Ebenbild gestalten. Vielleicht aber auch deshalb, weil Christus ihm versprochen hatte: "Noch heute wirst du mit mir im Paradies sein."

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