Altstraßen bei Neudrossenfeld

Drossenfeld war früher ein wichtiger Verkehrsmittelpunkt. Etwa 50 m hinter dem östlichen Ortsausgang von Neudrossenfeld befand sich einst eine wichtige Gabelung bedeutender Alt- und Heerstraßen. Natürlich waren es keine Straßen im heutigen Sinne, sondern Erdwege, die an sumpfigen Stellen durch Auflegen von Reisig oder Baumstämmen (Knüppelwege) verbessert wurden. Einige alte Wege sind heute noch als Hohlgasse oder Feldweg zu erkennen. Im Ort erinnern uns die Bezeichnungen "Gasse" an die alten Wege (Ledergasse, Kaplansgasse, Bergmühlgasse, Kannesengasse usw.)

Die wichtigsten Altstraßen, die durch Drossenfeld führten, waren:

Die Egererstraße, sie führte mit vielen Abzweigungen von Bamberg über Kasendorf, Dreschen, Buch, Igelsreuth, Hornungsreuth, Drossenfeld, Harsdorf, Hettersdorf ins Fichtelgebirge nach Eger.

Die Hezilostraße, diese kam von Creußen über Bayreuth, am Mainhang entlang nach Neuenplos, Dreschenau, auf der alten Dreschenauer Fuhr zum Weiherhaus und Judenstein nach Schwingen, Kulmbach und Kronach

Die große Heerstraße, diese führte vom Königshof Königsfeld über Krögelstein, Kröglitzen, Felkendorf, Altdrossenfeld und Pechgraben.

Weitere Straßen die nach Drossenfeld führten, waren die Steinfuhr, der Rennweg, die Neustädtleiner Fuhr und viele andere.

Die Altstraßen hatten immer sogenannte Nah- und Fernziele, damit die Reisenden ein sichtbares Ziel vor Augen hatten. Fernziele waren z. B. der Ochsenkopf, der Rauhe Kulm, der Sophienberg usw. Nahziele waren die Kreuzsteine und sogenannte "Zuckmantel" (einzeln stehende Gabelföhren mit langen Ästen, die die Richtung angaben).

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