Jakobusweg von Pegnitz bis Hiltpoltstein

Unser kleiner Jakobusweg von Pegnitz bis Hiltpoltstein

Markierung:
Jakobusmuschel

Länge und Schwierigkeit: ca. 46,4 km

Gehzeit: variabel, ein-oder mehrtägig 

Vorwort: Santiago de compostela ist weit, doch die Wege dorthin sind viele. Auch in Franken. Wir haben uns einen Abzweig ausgesucht, der direkt vor der Haustür liegt. Unser kleiner Jakobusweg führt durch das Herz der Fränkischen Schweiz.

Wer es nicht weiß: Jakobus war einer der 12 Apostel. Als er mit seinem Bruder Johannes am See Genezareth fischen war, kam Jesus und nahm sie in den Kreis der Jünger auf. In der Folge waren sie bei wichtigen Lebenssituationen und Wundertaten Jesus anwesend. Nach der Auferstehung verkündete Jakobus das Evangelium. bis zu seiner Enthauptung im Jahr 44. 

Jakobus Gebeine wurden später in ein Kloster auf den Berg Sinai überführt. Von dort brachte man sie im 8. Jh. vor dem Saranzenen in Sicherheit. Im spanischen Santiago de Compostela fand St. Jakobus am 25. Juli 816 seine letzte Ruhestätte. Damit war eine der bedeutendsten Wallfahrtsstätten Europas entstanden, die schon im Mittelalter einen riesigen Zustrom von Pilgern erfuhr. 

Dargestellt wird der Heilige meist mit Stab, Beutel und Muschel. Die stilisierte Jakobusmuschel ist auch unser Wegzeichen, das europaweit verwendet wird. 1987 deklarierte der Europarat die Wege der Jakobuspilger zur ersten europäischen Kulturstraße. Elf Strahlen symbolisieren alle Richtungen, aus denen die Pilger kommen, um zum zwölften Punkt zusammenzulaufen, Santiago de Compostela, dem Sternenfeld. Die Ähnlichkeit mit der Europaflagge ist nicht zufällig, auch hier prangen zwölf goldene Sterne auf blauem Grund. Die Kultur der Jakobuswege stärkt den europäischen Gedanken. 

Routenverlauf: Ein großer Jakobusweg durch Franken verläuft von Hof über Bayreuth, Pegnitz, Betzenstein und Gräfenberg nach Nürnberg. Wir nehmen den Seitenast, der von Pegnitz über Pottenstein, Gößweinstein, Obertrubach und Hiltpoltstein nach Gräfenberg führt. Das ist unser kleiner Jakobusweg, auf dem wir Kirchen und Kapellen, Kreuze und Kreuzwege antreffen. Höhepunkt ist zweifellos Gößweinstein

Die Strecke zwischen Pegnitz und Gräfenberg kann man auch in zwei oder drei Etappen zurücklegen, als einzelne Tagestouren oder als mehrtägige Wanderung mit Übernachten. Wer zwei Tage laufen will, wählt Gößweinstein als Zwischenstation, bei drei Tagen empfehlen sich Pottenstein und Obertrubach. Bei der Planung möglichst zu beachten: Immerhin rund 1.200 m rauf und 1.200 m runter sind zu bewältigen. 

Unterwegs folgen wir parallel zu anderen Markierungen der Jakobusmuschel. Die fungiert nicht nur als Wegerkennungszeichen, sondern gibt auch die Richtung vor. Es geht da lang, wo die Muschelspitze hinweist, links, geradeaus oder rechts. 

Start- und Zielpunkte sind auch mit VGN-Verkehrsmittel erreichbar. Doch bitte beachten: Das Busangebot ist nur vom 1. Mai bis 1. November an den Wochenenden mit Freizeitlinien verstärkt. Deshalb bitte vorab die Fahrpläne besorgen.

 

 

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