Zwischen Himmel und Erde

Wanderweg 3 
Zwischen Himmel und Erde

Vom Püttlacher Feuerwehrhaus ausgehend an der Kapelle "St.Laurentius" vorbei, die Dorfstrasse hoch Richtung Hohenmirsberg, in der Kurve rechts den kleinen Feldweg hoch und am Waldrand entlang bis zum gut ausgebauten Flurbereinigungsweg, auf diesem bleiben bis Pullendorf, von dort aus wieder den Berg hoch zur Hubertuskapelle und von da aus rechts zum Aussichtsturm auf der Hohenmirsberger Platte, anschließend nach Hohenmirsberg ins Dorf zur Besichtigung der Barockkirche "St.Martin". Von der Kirche aus links hoch Richtung Feuerwehrhaus und nach dem letzten Haus in Richtung Püttlach  rechts in den Feldweg einbiegen, nach ca. 1 km links abbiegen und Richtung Weißbrunnen über den Burgstössl zurück nach Püttlach (ca. 10 km)

Sehenswürdigkeiten:

Laurentiuskapelle: Die Püttlacher Kapelle wurde nach dem Krieg auf Initiative der Püttlacher Kriegsheimkehrer aus eigenen Mitteln erbaut und konnte im Jahre 1951 nach mühevoller Arbeit von den Ortsbürger eingeweiht werden.  

Hubertuskapelle: Auch die Hubertuskapelle wurde erst in jüngerer Zeit erbaut, jedoch befand sich dort schon in früherer Zeit eine Feldkapelle. Die Hubertuskapelle befindet sich in schöner exponierter Lage.

Aussichtsturm: Die Hohenmirsberger Platte ist mit 614 Höhenmetern nur 4 m niedriger als der Püttlacher Berg, jedoch stellt er mit seinem Aussichtsturm den höchsten Punkt der Fränkischen Schweiz dar. Wenn man auf der Aussichtsplattform steht versteht man, warum die fränkische Schweiz früher als "Gebirg" bezeichnet wurde.

Pfarrkirche St.Martin: Über die spätgotischen Kirche die wohl im Anschluss an die Pfarrgründung 1472 erbaut wurde fehlen Baunachrichten, von ihr blieben nur die vier Untergeschosse des Turmes erhalten. 1719 war sie baufällig, so daß 1720 der Abriss erfolgte und bereits am 20.September 1720 stand der Rohbau der neuen Barockkirche St.Martin.

Der Hochaltar wurde um 1686 von dem Schnaittacher Schreinermeister Hans Doser und dem Bildhauer Conrad Vogel errichtet und stand vorher in der Schnaittacher Stadtpfarrkirche und wurde 1727/28 um 50 Gulden erworben und im Jahre 1730 erneuert und ergänzt unter anderem mit der Holzfigur des Kirchenpatrons St.Martin als Bischof zwischen zwei spätgotischen Schnitzreliefs von den Vorhang haltenden Engeln, einer Arbeit um 1510/20.
Am nördlichen Seitenaltar befindet sich eine spätgotischen Schnitzfigur der Muttergottes auf der Mondsichel, einer nürnbergischen Arbeit um 1470, also aus der Gründungszeit der Hohenmirsberger Pfarrei. Zu Füßen der Muttergottes zwei kniende Leuchterengel, beides Arbeiten um 1470/80. Die Bistumspatrone Kaiser Heinrich II. und seine Gemahlin Kunigunde, zu beiden Seiten des Hochaltars, stammen ebenfalls aus einer Zeit vor dem Kirchenneubau, vermutlich sogar aus der Gründungszeit der Pfarrei Hohenmirsberg.

Ein Kuriosum ist die Geschichte der Hl. Anna mit dem Kinde, sie ist eine wohl um 1510 in Bamberg entstandene Arbeit und stand bis 1957 ungeschützt und ungesichert in der alten Feldkapelle am Weg Richtung Püttlach, bis ein kundiger Kunstliebhaber darauf aufmerksam machte welch seltenes und wertvolles Stück dort stand und so wurde die Hl. Anna 1957 in die Pfarrkirche verbracht, wo man sie links neben dem Seiteneingang bewundern kann.
Vermutlich wurde Sie von Hohenmirsberger Bürgern in den Kriegswirren früherer Zeiten aus der ersten Pfarrkirche entfernt, um sie vor Plünderung zu schützen und das Wissen über Herkunft und Alter der Holzfigur ging dann in den folgenden Jahrhunderten verloren.

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