Russenlinde

In Breitenlesau gibt es eine Russenlinde. Sie steht am Ortsausgang am Weg nach Plankenfels und gilt mit ihrer mächtigen Baumkrone als das landschaftliche Wahrzeichen des Ortes. Unter ihr befindet sich eine mit einem Kruzifix gezierte Gedenksäule mit der Aufschrift: "J.S. 1813" die Rückseite trägt die Bezeichnung "A. F. 1823". Von diesem Steinmal erzählen sich die Breitenlesauer, das es zum Andenken an einem russischen General namens Roppmann von seinem Verwandten gesetzt worden sei; dieser General sei beim Durchmarsch russischer Truppen zu Beginn des vorigen Jahrhunderts an dieser Stelle plötzlich gestorben und allhier begraben worden. Nach einer andren Lesart sollen ihn seine eigenen Soldaten im nahen Wüstenstein derart verprügelt haben das er sich auf der Flucht vor ihnen gerade noch bis zu dieser Linde habe schleppen können, wo er alsdann - im Haus No. 24, der damaligen Dorfschmiede - verschieden ist. Zehn Jahre später sei ihm dann von seinen Angehörigen dieser fast 2 m hohe Gedenkstein gesetzt worden. So heißt er mächtige Baum, unter dem er schlummert, die Russenlinde und die gegenüberliegenden Häuser nennt man Russenburg. Vor ihnen liegt ein vom Gesangsverein errichteter idyllischer Heldenhain zum Gedenken an die zehn gefallenen Breitenlesauer des ersten Weltkrieges.

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