22.12.2018

von JD-B° RB

Gründach

Ein Gründach lohnt sich auch für private Bauherren. Zusätzlichen Lebensraum mit geringen Investitionen schaffen

Gerade in der Stadt schafft ein Gründach zusätzliche Fläche, die sonst ungenutzt bleibt, und sorgt ganz nebenbei für ein besseres Klima in der unmittelbaren Umgebung

In Deutschland werden jährlich etwa zehn Millionen Quadratmeter Dachfläche neu begrünt, davon allerdings nur 20 Prozent intensiv. "Intensiv" bedeutet, dass Gründächer als erweiterter Lebensraum genutzt werden. Geringe Mehrinvestitionen, lokale Fördermöglichkeiten sowie eine Amortisation nach nur wenigen Jahren machen das Gründach auch für private Hausbauer attraktiv.

Zusätzliche Fläche sollte genutzt werden

Die Tendenz zu nutzbaren Intensivbegrünungen mit Freizeit- und Verkehrsflächen ist spürbar. Viele Gebäude im öffentlichen Bereich wie Einkaufszentren, Hotelanlagen, Schulen und Parkhäuser sind so angelegt, dass sie grüne, begehbare "Oasen" darstellen und für den Menschen zusätzlichen "grünen Raum" schaffen. Es entstehen Spiel- und Sportplätze, Pausen- und Rückzugsräume, Wege oder Teichanlagen.

Preiswerte Investition - erheblicher Mehrwert

Untersuchungen zu den Kosten und der Amortisation eines Gründachs sind aufgrund verschiedener Faktoren, wie der ursprünglichen Beschaffenheit oder der Aufbauhöhe, schwer vergleichbar. In einem Punkt sind sich jedoch alle Experten einig - die geringe Mehrinvestition begrünter Dächer rechnet sich langfristig immer, allein schon aufgrund der längeren Haltbarkeit sowie niedrigerer Heizkosten dank der isolierenden Wirkung.

Doppelt so lange Haltbarkeit senkt Instandhaltungsaufwand

Das Flachdach hatte bis in die späten 90er-Jahren in den Medien einen schweren Stand, weil es als undicht galt. Auch heute ist dieser Vorbehalt unter Besitzern von Flachdachgebäuden verbreitet. Die damals verwendeten Dichtungsmaterialien sowie deren Verarbeitung waren noch nicht in der Lage, allen Anforderungen gerecht zu werden. Dank einer Vielzahl weiterentwickelter Dicht- und Dämmmaterialien sowie Dachkonstruktionen ist dies heute kein Thema mehr. Norbert Buddendick von der Fachvereinigung Extruderschaumstoff erklärt: "Um Feuchteprobleme aufgrund eines undichten Daches zu vermeiden und eine lange Lebensdauer seines Flachdaches zu sichern, sollte eine Umkehrdachkonstruktion gewählt werden."

Das Fraunhofer Institut hat nachgewiesen, dass dieser Dachaufbau die Lebensdauer des Daches gegenüber anderen Dachkonstruktionen verdoppelt. Der Grund: Beim Umkehrdach wird die Abdichtungsebene direkt auf die tragende Konstruktion, etwa eine Stahlbetondecke, aufgebracht, die Dämmebene liegt auf der Abdichtung. Somit schützt es die empfindliche Dachhaut vor klimatischen und physischen Schäden. Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBT) hat diese besonderen Eigenschaften bestätigt und dem Material XPS (Extruderschaum) die Zulassung für besonders feuchtebeanspruchte Flächen mit hoher Druckbelastungsfähigkeit erteilt.

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