14.06.2016

von B° TW LP

Höhlenbär bewacht Zwetschgenbrand

Bis zu einem Jahr lagert nun ein 50 Liter großes Fass in der Teufelshöhle und wird vom Höhlenbären „bewacht“.


Bis zu einem Jahr lagert nun ein 50 Liter großes Fass in der Teufelshöhle und wird vom Höhlenbären „bewacht“. In dem Eichenfass befindet sich Zwetschgenbrand der im Klima der Teufelshöhle zu einem besonderen Geschmackserlebnis heranreifen soll. Ausgedacht haben sich dieses besondere und ehrgeizige Projekt Bayerns Edelbrandsommeliers, die als die „Botschafter des geistigen Genusses“ in Bayern gelten.

 

Sechs Eichenfässer mit Zwetschgenbränden der Mitglieder reifen an sechs sorgsam ausgewählten Standorten in ganz Bayern, um zum Jahreswechsel zu einer echten „Bayern-Cuvée“ geblendet zu werden. Ein Fass davon lagert nun auch in der Pottensteiner Teufelshöhle und Bürgermeister Stefan Frühbeißer erteilte als Zweckverbandsvorsitzender der Höhle gerne die Genehmigung dafür. „Mir liegen gerade die bayerischen Brenner besonders am Herzen, schließlich erzeugen sie nicht nur beste Qualität, sondern sie erhalten und pflegen auch unsere Landschaft, wie beispielsweise die vielen idyllischen Streuobstwiesen.“ So heißt es in der Erklärung von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner zu dieser ungewöhnlichen Aktion. Der Minister zeigte sich beim Auftakt begeistert von den präsentierten Edelbränden und vor allem auch von der Idee der Bayerischen Edelbrandsommeliers, einen gemeinsamen Brand in ganz Bayern reifen zu lassen.

„Wir wollen die Vielfalt unseres Freistaates in einem Brand einfangen, so wie wir auch die Vielfalt der Aromen unserer Früchte ins Glas bringen. Deswegen haben wir uns auch ganz besondere Orte zur Lagerung der Eichenfässer ausgesucht“, so Benedikt Pointner, der Vereinsvorsitzende der Edelbrenner. In Franken lagert ein Fass auf dem beliebten Kreuzberg in der Rhön, eines in der größten Höhle der Fränkischen Schweiz, der Pottensteiner Teufelshöhle, und eines im ehemaligen Fürstbischöflichen Weinkeller in Veitshöchheim

Im Süden Bayerns hat man sich malerische Insel Frauenchiemsee, Europas größte Burganlage in Burghausen und als schwimmende Lagerstätte die MS Bayern auf dem Bodensee ausgesucht. Dort bleiben die 50-Liter-Fässer für mindestens sechs Monate und werden dann von den Edelbrand-Profis zu einem perfekten „Bayern-Brand“ verschnitten. „Das Ziel ist eine möglichst ausgewogene Harmonie zwischen den Aromen des Zwetschgenbrandes, wie etwa Mandel und Schokolade, denen aus dem Holzfass, zum Beispiel Vanille und Karamell, und den uns noch unbekannten Aspekten der unterschiedlichen Lagerung“, sagt Pointner. „Besonders auf dem Schiff wird das sehr spannend. An allen Fasslagerstätten finden die Besucher der Tourismusziele ausführliche Informationen zum Projekt und zum Verband der Bayerischen Edelbrandsommeliers und natürlich auch die Möglichkeit, sich eine Flasche des exklusiven „Bayern-Brandes“ zu sichern. 

Weitere Träger und Unterstützer der Aktion unter dem Label „Bayernbrand – wir brennen für Bayern“ sind die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Veitshöchheim, das Bayerische Landwirtschaftsministerium und die Bayerischen Brennereiverbände. Aus der Fränkischen Schweiz beteiligen sich die Edelbrandsommeliers Franziska Kormann, Norbert Winkelmann, Walter Markert, Anni Reichold und Markus Zeiß an diesem Projekt die auch zur Einlagerung des Fasses in die Teufelshöhle gekommen waren.

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