12.09.2019

von B° RB

Insektenschutz im Wasserschutzgebiet

Stadtwerke Forchheim GmbH: Es summt und brummt im Wasserschutzgebiet Zweng

Neben den Landwirten im Zweng profitiert auch die umliegende Vegetation von den Honigbienen, da diese viele Pflanzen bestäuben und so zur erfolgreichen Ernte und der Vermehrung von einheimischen Pflanzen beitragen

Was haben Insekten, Blühwiesen, Energiepflanzen und das Wasserschutzgebiet Zweng gemeinsam? Ab sofort eine ganze Menge! Mit gut 70 % der Tierarten weltweit sind Insekten die artenreichste Gruppe aller Lebewesen. Sie sind somit ein wesentlicher Bestandteil der biologischen Vielfalt. Allerdings stehen laut dem Bundesamt für Naturschutz mehr als 3.000 Insekten auf der Roten Liste für gefährdete Tierarten in Deutschland. Dies ist der Grund, warum in den vergangenen Jahrzehnten sowohl die Artenvielfalt der Insekten als auch deren Häufigkeit abgenommen haben.

Um ihren Beitrag gegen diesen negativen Trend zu leisten, haben sich die Stadtwerke Forchheim dazu entschlossen, den Insektenschutz im Wasserschutzgebiet Zweng mit mehreren Pilotprojekten zu unterstützen. Christian Sponsel, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Forchheim, erklärt: „Das Wasserschutzgebiet Zweng mit seiner 500 Hektar großen Fläche soll auch künftig eine Spielwiese für eine Vielzahl an Insekten und großer Biodiversität sein. Aus diesem Grund sind wir u. a. Pate einer 100 m2 großen Blühwiese. Darüber hinaus haben wir vier Bienenstöcken eines Mitarbeiters ein neues Zuhause gegeben und bauen in Kooperation mit unseren Landwirten u. a. die Energiepflanzen Silphie und das Szarvasi-Gras auf ca. 5 Hektar an.“

Bei der Blühwiese haben die Stadtwerke natürlich ganz genau hingesehen und sich für eine Vielzahl an heimischen Samen entschieden: darunter Sonnenblumen, Wiesen-Sauerampfer, Weizen und Wiesen- Flockenblume. Genau diese Blühpflanzen sind es, die den heimischen Insekten am meisten helfen. Der Grund ist einfach: die heimischen Insekten fliegen keine exotischen Pflanzen an.

Neben den Landwirten im Zweng profitiert auch die umliegende Vegetation von den Honigbienen, da diese viele Pflanzen bestäuben und so zur erfolgreichen Ernte und der Vermehrung von einheimischen Pflanzen beitragen. Wer also selbst zum Bienen- und Insektenschutz beitragen möchte, der sollte auf Steingärten, exotische Pflanzen und den Einsatz von Unkrautvernichtern verzichten. So wird auch der nächste Frühling wieder kunterbunt.

Abschließend sei noch auf ein weiteres Großprojekt im Wasserschutzgebiet Zweng hingewiesen: unser Wasserschutzweizen wird derzeit in einer lokalen Mühle zu Mehl weiterverarbeitet und wird bald in und um Forchheim in Bäckereien in leckere Backwaren verwandelt. Näheres dazu erfahren Sie bald.

Passend zum Thema

Tegernsee. Es knackt, es raschelt, es gurgelt: Waldbaden mit Heimatführerin Sonja Still

Hotelentdecker-Wochenende erstmals im Sommer
. Zum sechsten Mal in Folge sind Einheimische der Urlaubsregion Coburg.Rennsteig eingeladen am Hotelentdecker-Wochenende teilzunehmen

Die Veranstaltungsreihe Sutten "Natur pur" unter dem Motto "Wandern Schmecken. Erleben"

Mehr aus der Rubrik

Pfalzmuseum Forchheim schnürt gemeinsam mit Museen im Bezirk Oberfranken "Museums-Pakete" für Lehrer

Geführte Wanderung rund um Pottenstein am 19. September. Kapellen-und Quellenwanderung am 21. September

Wissenswertes übers Bier mit Umtrunk und kulinarische BierStadt(ver)Führung in Pottenstein. Traditionelles Weinfest am 21. September 2019

Teilen: